Meiner Meinung nach eines in der Wirkung nachhaltigsten Gebäude in Osnabrück.
Nochmal im Winter:
Oder im Frühjahr:
Oder eingerahmt von der Postmoderne:
Oder im Zusammenhang mit dem Mittelalter:
Oder erwartet die Morgensonne:
Osnabrück und so
Das ehemalige Haus des Osnabrücker Kirchenvogts, der spätere Tecklenburger Hof, bot im 12. Jahrhundert den Handwerkern Schutz, die sich hier außerhalb der Binnenburg der Stadt ansiedelten. An der Rückseite des Gebäudes ist noch das Wappen der Fleischhauerinnung zu sehen.
Als infolge des Dreißigjährigen Krieges "die Zuchtlosigkeit unter der städtischen Jugend bedenklich zunahm", richtete der Rat hier im 17. Jahrhundert ein "Werkhaus" für Arme und eine "Waisenanstalt" mit einer Schule ein. 1812 wurden im Gebäude die vom Russlandfeldzug zurückgekehrten typhuskranken Soldaten Napoleons untergebracht.
Bei Grabungen im Bereich des Osnabrücker Doms entdeckte Funde sind eine kleine historische Sensation: Eine unscheinbare Grundmauer südlich des Doms und in der Nähe entdeckte Spatenstiche stammen aus der Zeit vor dem Jahr 774. Das beweisen jetzt vorliegende Untersuchungsergebnisse. Bislang war man davon ausgegangen, dass die ersten Bauten und Missionsversuche in Osnabrück ab 780 begannen. Damit ist Osnabrück nach dem derzeitigen Kenntnisstand die älteste der niedersächsischen und westfälischen Bischofsstädte.
Die Archäologinnen deuten das Teilstück einer Wand im Südflügel des Dom-Kreuzganges als Überrest eines karolingischen Klostergebäudes, das die Missionare um den Osnabrücker Gründerbischof Wiho vor 801 errichteten. Im Bereich des heutigen Kreuzganges glauben die Archäologinnen jenes imposante Domkloster lokalisiert zu haben, das zwei Fuldaer Mönche in einem Wunderbericht erstmals für das Jahr 851 erwähnen. Hier lebten die Nachfolger des heiligen Wiho und ihre geistlichen Helfer bis etwa 1100 in klösterlicher Gemeinschaft.
Obwohl seit 814 von Karl dem Großen erlaubt, wurde die Osnabrücker Domburg erst im weiteren Verlauf des 9. oder 10. Jahrhunderts befestigt. „Wir wissen jetzt, dass die wichtigen Gebäude der Osnabrücker Domburg gleich aus Stein errichtet wurden und können damit die Geschichten über provisorische Holzkirchen und -bauten in den Bereich der Legende verweisen“, korrigiert Ellinor Fischer gängige und liebgewonnene örtliche Theorien.

Es entstand um 780 aus einer sächsischen Missionsstation des Bistums Lüttich, dessen Bischof Agilfried um 785 die erste Osnabrücker Kirche weihte. Bei Osnabrück an der Hase fand 783 der letzte Kampf Widukinds gegen Karl den Großen statt. Der erste Osnabrücker Bischof Wiho (803) leitete einen Kirchensprengel zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald und über Corveyer Missionszellen um Meppen und Visbeck, der sich auf die späteren Grafschaften Tecklenburg, (Nord-)Ravensberg und das sogenannte Niederstift Münster ausweitete.

Nach der ersten Freilegungskampagne konnten die Brücke und der von ihr überspannte, von Mauern eingefaßte Stadtgraben als Überreste einer Bastion erkannt werden, die auf einem Abbruchplan von 1814 dargestellt ist. Derartige Anlagen dienten v.a. im 17. Jh. dazu, die wichtigsten Stadttore, in diesem Fall das Heger Tor, gegen Kanonenbeschuß zu sichern. Die Bogenbrücke bot ausreichend für Platz für einander begegnende Fuhrwerke. Stadteinwärts schloß sich eine Durchfahrt durch die südliche Flanke des Ravelins an. Dann gelangte man vermutlich über eine hölzerne Zugbrücke in das Rondell und anschließend in das eigentliche Torgebäude.
Die Funde belegen, dass Osnabrück in jenen Jahren das größte und modernste Verteidigungswerk errichtete, das man damals kannte.
Wahrscheinlich im 15. Jahrhundert stieg der Verteidigungswert der gesamten Anlage durch den Bau der Hohen Brücke. Ein Zierstein nennt als Baujahr 1564, doch die Entstehungsgeschichte legt nahe, dass sie wesentlich früher errichtet wurde. Ein Gang innerhalb der Brücke verband sie mit dem geschützten Raum innerhalb der Stadtmauern.
Niemand hat letztlich damit gerechnet, dass selbst so renommierte Zulieferer wie Karmann Konkurs anmelden müssen. Das 1901 gegründete Unternehmen kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg so richtig in Schwung, als es auf der Frankfurter IAA 1955 das legendäre Ghia Coupé vorstellte. Karmann baute sehr erfolgreich Fahrzeuge und Dachsysteme, Karosserien und komplexe Systeme. Trotzdem scheint das Ende nun besiegelt.
So wie Karmann geht es vielen anderen Autozulieferern bzw. Auftragsfertigern. Sie stehen auf der Kippe oder sind schon im freien Fall. Das Sterben dieser Kategorie hat gerade erst begonnen, „und es wird mit Karmann nicht zu Ende sein“, sagt ein Vorstand eines großen Unternehmens.
Nun markiert der Insolvenzantrag den Tiefpunkt einer stolzen Firmengeschichte, die aber in den letzten Jahren immer mehr Kratzer bekam. „Die Probleme von Karmann sind viel älter und werden seit Jahren verschleppt. Vorbei die Zeiten, in denen Karmann das Kultmodell Ghia und die Cabrios von VW und Daimler gebaut hat. Die großen Hersteller bauen ihre Cabrios schon seit Jahren selbst. Doch die Eigentümerfamilien haben das ignoriert. Die Autokrise ist nur der Stein, der das seit langem angeschlagene Unternehmen in die Tiefe zieht“, kommentiert Ann-Katrin Johannsmann von NDR Info




Als Nächstes wird die Lücke zwischen Heinrich-Heine-Straße/Alando und der Schlagvorder Straße geschlossen. Das war schon lange geplant und wird unabhängig vom Konjunkturpaket umgesetzt. 600000 Euro stehen für diese 215 Meter lange Sektion zur Verfügung. Die Vorarbeiten haben schon begonnen: Vor wenigen Wochen wurden etwa ein Dutzend Trauerweiden und Erlen, die der Trasse im Weg standen, gefällt. Sie werden später durch junge Bäume ersetzt. Wenn keine besonderen Probleme aufträten, könne der Weg Ende des Jahres freigegeben werden, meint Griesert.
Materialen aus dem 3. Jahrgang des Fachseminars. Das Hauptthema des Seminars war die Problematik der hochmittelalterlichen gemauerten bürgerlichen Architektur in Mitteleuropa.

...3) Das an Basler Befunden orientierte Idealbild (Abb. 4) zeigt Holz- und Steinbauten im starken Kontrast zueinander: „kleine, verschachtelte Holzbauten“ und Holzhäuser
kleiner Händler standen den „wesentlich aufwendigeren [Stein-]Häusern der Fernhändler“ gegenüber. 5) Baute also die Unter- und Mittelschicht in Holz, die Oberschicht
in Stein? Am Beispiel der Forschungsergebnisse der letzten Jahre, vor allem in Freiburg im Breisgau, soll der Frage nachgegangen werden, ob die hochmittelalterliche
Bauweise in Holz und in Stein tatsächlich in einem solchen Kontrast zueinander stand.
Seit 2002 veranstaltet die Gesellschaft eine eigene Konferenz FORUM URBES MEDII AEVI (FUMA), die verschiedenen Themen der Stadtarchäologie gewidmet ist.


Archäologisch sind
inzwischen rd. 20 private Backsteinbauten nachgewie
sen: Kleine turmartige Steinwerke und große Bauten mit
zwei hohen Geschossen über dem Keller, die sog. Saal-
geschosshäuser. Während in Lübeck kein Steinwerk
mehr steht, sind noch zwei Saalgeschosshäuser erhal
ten: Koberg 2 und Alfstraße 38. Das Haus am Hafen hat
eine Grundfläche von fast 300 qm. So große Häuser sind
auch in den folgenden Jahrhunderten nur selten errichtet
worden. Die Deckenbalken des Kellers stammen noch
aus der Bauzeit, sie datieren dendrochronologisch „um
1216“. In den folgenden Jahrhunderten sind die zu den
Straßen weisenden Fassaden mehrfach dem Zeitge
schmack angepasst worden, doch vermittelt dieser ge
waltige Bau noch immer die Wirtschaftskraft und das
Repräsentationsbewusstsein des frühen 13. Jahrhun
derts, als Lübeck dänisch war.
Nach Freilegung zahlreicher Bauspuren bestätigte sich die Vermutung, dass es sich bei dem Gebäude um einen der wenigen noch vorhandenen steinernen Saalbauten, einem sog. Steinwerk, aus dem 14. Jahrhundert handelte, dem zur Soeststraße vermutlich ein Fachwerkhaus vorgelagert war.
Zu den ältesten in Hannerversch Münden erhaltenen Gebäuden gehört das in die 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts datierte Steinwerk/Steinhaus. Der romanische Bruchsteinbau grenzt im Westen an die Rückseite des in Fachwerkbauweise errichteten Vorderhauses Lange Straße 17 und diente wohl als Kemenate. Sich eine Bauparzelle teilend war sie mit diesem ursprünglich über Zugänge in jeder Etage, die heute zugemauert sind, verbunden. In dem vermutlich für profane Zwecke errichteten Gebäudes blieb in der aufsteigenden Mauer mit Eckquaderung das bauliche Detail eines ursprünglichen Zwillingsfensters erhalten. Auch die zwei Tonnengewölbe, die das gesamte zweigeschossige Steinhaus mit Satteldach unterkellern, gehen wohl auf diese erste Bauphase zurück.
Das Vorderhaus (Flettdielenhaus) als Vierständer-Fachwerkbau, 15./16. Jh., dreizonig angelegt und überwiegend landwirtschaftlich genutzt; das Steinwerk als rückwärtiger Bau mit Saal/Kemenate (heizbar, rauchfrei), um 1260, für besondere Anlässe; Hochkeller mit Gewölbe, ...
Zur Bedeutung der Steinwerke und zur weiteren Entwicklung
der Bebauung an der Welle
Unter dem Begriff Steinwerk versteht man ein in Stein errichtetes
ein- oder mehrstöckiges Gebäude, das meistens
hinter dem in Holz errichteten und an der Straße stehenden
Wohnhaus lag. Inspiriert von ländlichen Wohnsitzen
des Adels entwickelte sich dieser Haustyp seit
dem späten 12. Jahrhundert in den Städten. Der gängige
mittelalterliche Haustyp war in Holz oder Fachwerk
ausgeführt.
Eine Fahrt nach Dresden, an der Mitglieder der Stadt, die Bauherren,
Architekten und Archäologen teilnahmen, um Anregungen für den Umgang mit den
zu präsentierenden archäologischen Befunden zu sammeln, führte jedoch zu einer
ernüchternden Erkenntnis: keiner konnte sich für in Beton gebettete Mauerreste in
Tiefgaragen und durch trübes Glas unter dem Gehweg zu erahnende Keller begeistern.
Fast wäre das Projekt gescheitert. Doch daraus resultierte letztendlich der
Entschluss, die Befunde offen in den geplanten Neubau zu integrieren. Um eine
möglichst professionelle Umsetzung des von archäologischer Seite erstellten
Konzepts zu gewährleisten, wurden eine Architektin für die Bauleitung, eine Gestaltungsfirma
und eine Restaurierungsfirma für die Ausführung hinzugezogen.
In einem ersten Arbeitsgang wurden Schäden am Mauerwerk ausgebessert
Schon gegen Ende des 13. Jahrhunderts
ließ die Ministerialenfamilie das massive Steingebäude
abreißen und teilte das Grundstück in zwei Teile (Abb. 52,
Befund 274). Die Südwand des ehemaligen Gebäudes (Abb. 52,
Befund 72) blieb als Teil der neuen Grundstücksmauer erhalten.
Ein neues Steinwerk mit tonnengewölbtem Keller im mittleren
Grundstücksbereich (Abb. 53) ist Teil eines Baubooms,
der an den vielen Bodeneingriffen dieser Zeit erkennbar ist.
Solche Haustypen sind für Südniedersachsen und Ostwestfalen die typischen Bürgerhäuser des späten 12. bis 14. Jahrhunderts. Allerdings gingen reiche Kaufleute schon im 13. Jahrhundert dazu über, repräsentative straßenseitige Steingebäude zu errichten, die dann aber ebenfalls häufig ebene Feuerstellen im Erdgeschoss aufweisen. Im 14. oder frühen 15. Jahrhundert werden Fachwerkhäuser mit Steinwerken im hinteren Grundstücksareal nicht mehr gebaut.
Bei Steinwerken handelt es sich um rechteckige oder quadratische, mehrgeschossige und meist unterkellerte Hinterhäuser in Massivbauweise. Nach derzeitigem Forschungsstand entstanden sie bereits um 1100 in der Regel hinter den noch hölzernen Vorderhäusern, mit denen sie baulich häufig verbunden waren.[1] Wie oben bereits angedeutet, liegt ihr Hauptverbreitungsgebiet im Bereich des heutigen Westfalens und südlichen Niedersachsens - ein Raum, der bis in die zweite Hälfte des 12. Jahrhunderts eine politische Einheit bildete (Hzm. Sachsen) und dessen Städte in der Folgezeit wirtschaftlich eng miteinander verbunden blieben (Hanse).
Das Steinerne Haus in Hofgeismar (Apothekenstraße 5) ist der älteste erhaltene Profanbau der Region. Das um das Jahr 1239 errichtete mittelalterliche Gebäude diente vornehmlich als Speicher, später auch als Wohnhaus.Quelle: regiowiki 19. Warburg Kirchstraße 6, Steinwerk des Pfarrhauses Liste der Baudenkmäler Zu diesem Haus hätte ich gerne ein paar Infos: Foto 20. Höxter Steinwerk Westerbachstraße 35