Saturday, September 12, 2009

Der Schwäbisch Hall-Vergleich

Schwäbisch Hall ist eine reiche Stadt. Im Mittelalter. Nicht so groß wie Osnabrück. Aber Könige oder deren Abgesandte kamen zu Besuch. Die Stadt bietet Steuereinnahmen.
Aus der Zeit um 1200 bis 1300 gibt es Bausubstanz. Und auch reiche Steinhäuser. Manchmal gibt es Überschneidungen mit den Steinwerken in Osnabrück. Besonders die Gewölbekeller. Aber vielleicht auch Zeichen der Adelstürme im Süden. Nur die Zahl ist wie in Nürnberg gering. Es dreht sich um etwa acht solcher Bauten. Der besterhaltenste ist hier zu sehen, auch diesmal meide ich den Begriff Steinwerk, noch:
Im Keckenhof
Mit welcher Nutzung wurde aber dieses besondere Gebäude um 1240 errichtet? War...die Keckenburg
von Anfang an ein Wohnturm, dein Steinhaus, ein Repräsentationsbau oder vielleicht nur ein brandsi-
cheres Lager?
Alle bisherigen baugeschichtlichen Erkenntnisse über die Keckenburg lassen eine multifunktionale (viel-
fältige) Nutzung als Interpretation (Deutung) des steinernen Baus eher zu als nur eine einzige Deutung
der Baugestalt. Jeder, der sich bisher mit ihrer Baugeschichte und damit zwangsläufig mit ihrer ur-
sprünglichen Nutzung beschäftigte, hat mit seiner Aussage zur Bauidee sicher Recht, aber eben nur als
Teil einer Gesamtinterpretation. Eine ursprüngliche Wohnnutzung ist zumindest in eingeschränktem
Rahmen ebenso vorstellbar wie ein herrschaftlicher Repräsentationsbau, ein Befestigungsbau in zweiter
Verteidigungslinie oder gegen die Stadtbewohner selber sowie auch ein massiver, brandsicherer ausge-
führter Speicher- oder Vorratsbau. All diese möglichen Nutzungen in einem Bau kann sich der Bauherr
gewünscht haben...
Albrecht Bedal: Die Keckenburg in Schwäbisch Hall wird 750 Jahre alt, Jahrbuch HF 1991, S. 57 ff.


aus Lernwerkstatt im Hällisch-Fränkischen Museum

Rechts davon romanische Fensteröffnungen im Mauerwerk:
DSC07050
Im Halleschen Museum gibt es ein aufschlussreiches Modell. Die hochmittelalterliche Bausubstanz in rot, die jetzt noch vorhanden ist. Und da ist nicht mehr viel vorhanden. Aber die quadratischen Formen der Steinhäuser fallen auf.
DSC07028
Auch außerhalb der Altstadt, auf Limpurger Gebiet, dieses Haus, mit gotischer Tür:
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Und ein Bogenfragment des Keckenturms im Museum:
Bogenfragment
Ein Kellerbeispiel:
DSC07032
Hier der beleuchtete Hochmittelalter-Bereich der Stadt Schwäbisch Hall.
Stadtmodell
Ein Resume ist verfrüht, um Vergleiche mit Steinwerken zu ziehen. Fortsetzung folgt -
Siedersburg
Das ist die sogenannte Siedersburg und wird als Adelsturm/haus bezeichnet.
Häuserlexikon:
Die ehemalige Siedersburg ist ein dreigeschossiges, romanisches Steinhaus in Ecklage, das nach dem Stadtbrand von 1728 barock umgestalltet wurde (Türöffnungen im Erdgeschoss, Fenster, Mansarddach). Die mittelalterliche Substanz des ursprünglichen Wohnturmes stellen die etwa 11 m hohen und ca. 1 m dicken Wände sowie innen einige Kragensteine von den früheren Stockwerken dar. Das Bauwerk gehört zu den fünf noch überlieferten Adelstürmen der Stadt, deren Bewohner zu den ältesten Geschlechtern von Hall zu zählen sind. Die Erbauer der Siedersburg, die Sieder, sind ab 1390 nachweisbar, sie sind als Richter und Schultheiße von Bedeutung gewesen. Die Siedersburg selbst wird vermutlich in einer Urkunde von 1356 genannt, in der von dem "gemalt Steinhus an der Judenschul" (heute Haalstraße 9) die Rede ist [Pietsch U 316: Bezieht sich aber eher auf Gebäude Haalstraße 5, da andere Straßenseite. A.M. 13.12.2007]. Bis auf die barocken Veränderungen ist die Substanz des mittelalterlichen Adelsturmes noch gut ablesbar. (StadtA Schwäb. Hall: Liste der Kulturdenkmale Stadt Schwäb. Hall, S. 221)

Saturday, September 05, 2009

Der Nürnbergvergleich


Nassauer Haus
Originally uploaded by Jens-Olaf
Osnabrück um 1300. Wir haben eine Vorstellung davon. Jedenfalls von der Altstadt. Wie sieht es zu dieser Zeit in Nürnberg aus, die zu einer der wichtigsten Städte nördlich der Alpen wird?

Es ist das Nassauer Haus:

"Es handelt sich um das älteste Privatgebäude der Stadt: Erd- und erstes Obergeschoss stammen entweder aus dem späten 12. oder frühen 13 Jh.
....
Von den ursprünglich mindestens etwa ein Dutzend Turm-Häusern Nürnbergs hat nur das Nassauer Haus alle Zeiten überdauert."

aus "Nürnberg Die historische Altstadt" von Pablo de la Riestra


Ein Muster der Steinwerke ist auch hier vorhanden. Gewölbter Keller, und beim Nassauer Haus auch ein gewölbtes Erdgeschoss. Aber ich belasse es mal beim Begriff Turmhaus für Nürnberg.
Nassauer Haus

Mittelalter?
Hauswand

Sunday, August 23, 2009

Nürnberg


Nürnberg
Originally uploaded by Jens-Olaf
Auf der Suche nach Häusern vor dem Jahr 1300.

Friday, August 21, 2009

Theater


Theater
Originally uploaded by Jens-Olaf
Weiterhin Schwäbisch Hall. Bald habe ich genügend Material, um über diese Stadt ein Portrait zu posten. Hier im Freilichttheater an der Kocher. Nürnberg wird ansonsten das nächste Ziel.

Thursday, August 13, 2009

Schwäbisch Hall - Die Fenstersuche


Schwäbisch Hall
Originally uploaded by Jens-Olaf
Ein Ort, wo einst deutsche Könige Station machten.

Gotik in einem romanischen Gebäude:
Schwäbisch Hall
Romanik unmittelbar daneben:
Romanik - Gotik
Kaum fünf Meter entfernt:
Gotik
Kein Fenster, ein Kellereingang:
Keller
Gotik und später:
Gotik

Tuesday, August 11, 2009

Mittelalterlicher Keller


Mittelalterlicher Keller
Originally uploaded by Jens-Olaf
Das erste Ergebnis auf der Suche nach Spuren des Mittelalters, die sich mit Osnabrück vergleichen lassen, sind Keller. Allerdings ist dieser zwei Stockwerke tief. Schwäbisch Hall. Aber Weinlager, das kennen wir auch.

Schwäbisch Hall


Schwäbisch Hall
Originally uploaded by Jens-Olaf
Die Suche kann beginnen. Schwäbisch Hall besitzt neben einem hohen Fachwerkanteil auch viele Steingebäude. Drei Wochen habe ich Zeit, um vielleicht Parallelen zu den Steinwerken in Osnabrück zu finden.
Immerhin liegt die Stadt im Südwesten in Baden-Würtemberg unweit von Stuttgart.

Friday, August 07, 2009

Kloster Steinfeld in der Nordeifel


Kloster Steinfeld
Originally uploaded by Jens-Olaf
Ein Relief in der romanischen Kirche des Klosters.

Eigentlich bin ich auf der Suche nach spitzwinkligen Festern aus der Zeit der Romanik, die sich mit Osnabrücks Gebäuden aus dieser Periode vergleichen lassen. Aber weitgehend finden sich hier Rundbögen oder Übergänge zur Gotik, im Gewölbe gotische Deckenmalerei und barocke Ergänzungen.
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Das Westwerk der Kirche wird restauriert, es erinnert an die geschlossenen Westfronten westfälischer Sakralbauten. Leider ist es zur Zeit verhüllt.
Kloster Steinfeld
Der Eingang:
Kloster Steinfeld
Äpfel als Symbol der ständigen Verehrung:
Kloster Steinfeld

Wednesday, August 05, 2009

Belm


Belm
Originally uploaded by Jens-Olaf
Zeitgleich mit dem Osnabrücker Dom entstand diese romanische Kirche in Belm. Meist öffentlich zugänglich.


Die Nordseite:
St. Dionydius
Gegenüber liegt die barocke Kirche. Beide bilden den alten Kern von Belm:
Belm
Darum gruppieren sich einige historische Gebäude:
Alt-Belm

Tuesday, August 04, 2009

Ledenhof


Ledenhof
Originally uploaded by Jens-Olaf
Einst ein aufwendig geplanter Brunnenplatz, jetzt übernehmen die Skater die Relikte. Vor dem Schloss in Osnabrück.

Monday, August 03, 2009

Flickr - Osnabrück Gruppe


nach Belm
Originally uploaded by Jens-Olaf
Auftakt eines Rundgangs vom Klushügel über Liebigstraße zum Gertrudenberg. Krisen-Sonderverkauf


Bei Dämmerung an der Hasemühle beim Pernickelturm:
Mühle

Es gibt eine Theorie, die besagt, hier wurde für einige Jahrhunderte das Kloster an die erweiterte Stadtmauer angebunden:
Klostermauer

Quiscant in pace
Gertrudenbergkirche - Turm

Saturday, August 01, 2009

Stadtmusikanten aus Westfalen

Samstagsausgabe Neue-Osnabrücker Zeitung

Angeblich soll das Bremer ärgern, aber diese Westfalen hier unten im Foto hatten auch schon das Gefühl, hier stimmt was nicht. Aus Protest über das Denkmal in Bremen?
Bremer Stadtmusikanten
Der Anlass: Eine Veröffentlichung, die die Herkunft das Märchens in Westfalen ortet und die Stadtmusikanten ihr Ziel nicht erreichen läßt.

Über ein Jahr hat der 44-jährige Bremer [Gerrit Reichert] zu den Stadtmusikanten geforscht. Er hatte festgestellt, dass bislang kein Wissenschaftler sich die Mühe gemacht hat, die vorhandenen Indizien für eine exakte Verortung des Märchens zu überprüfen: „Ich bin da einfach mal mit der journalistischen Neugierde und unvoreingenommen herangegangen“, sagt er. Bekannt war, dass das Märchen von Freiherr August Franz von Haxthausen an die Brüder Grimm weitergegeben wurde, die diese dann mit dem handschriftlichen Zusatz „aus dem Paderbörnischen“ 1819 in die zweite Auflage der „Kinder- und Hausmärchen“ aufnahmen.


Die Welt

Der Marktplatz gemalt


Der Marktplatz gemalt
Originally uploaded by Jens-Olaf
Der 1. August und das gute Wetter nutzt eine Malergruppe mit einem Workshop. Beliebtes Motiv der Marktplatz.

Das ist die aktuelle Sicht von der Rathaustreppe
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Licht ist alles, Ecke auf der Großen Domsfreiheit:
Häuserwinkel Große Domsfreiheit

Wasserwerfer. Ein Mechanismus macht Neugierige nass. Aber das hat auf der Brücke über der Hase nicht lange gehalten. Die elektronische Verkabelung wurde zerstört, aus Ärger oder Vandalismus.
Installation

Saturday, July 25, 2009

Aus der Mittelalter-Perspektive


Wie haben Osnabrücker um 1300 ihre städtische Umgebung wahrgenommen? Münster, Minden und Soest spielen dabei eine große Rolle. Nehme ich nun das profane Stadtbild hinzu, gibt es Parallelen. Kaum mehr sichtbar in Münster und Minden, aber vielleicht noch in Soest in Westfalen.
Nur das Internet gibt nicht viel her zum Thema Steinhäuser in westfälischen Städten. Soest hatte enge Verbindungen mit Osnabrück. Die Vorläufer der ostseeorientierten Hanse finden sich in Westfalen, und dazu gehören wir.
Zum Zuckerberg ist ein Hauskomplex in Soest, der sich in die Tradition der Steinwerke und ihrer Nachfolgerbauten einfügt:
Warum das Gebäude Höggenstraße 1 den Beinamen hat, ist nicht bekannt. Es wird erstmals in einem Ratsprotokoll des Jahres 1511 als Absteigequartier der Herzöge von Kleve so genannt. Der älteste Teil des Hauses, das westliche Steinwerk aus der Zeit um 1220, ist heute Teil eines Gebäudes aus dem Jahre 1719, dessen Kern wiederum aus dem 16.Jahrhundert stammt. Im Keller des Steinwerks ist noch ein zweijochiges Kreuzgratgewölbe aus dem 13.Jahrhundert erhalten geblieben. Neben dem für die Geschichte der Profanbaukunst wichtigen romanischen Steinteil hat auch der Fachwerkteil mit seinem noch klar ablesbaren Sicherheitsstock große baugeschichtliche Bedeutung.

Zur Geschichte unseres Hauses
Soests Fachwerkhäuser dominierten später.

Tuesday, July 14, 2009

Braunschweig und die Steinwerke



Auch Braunschweig war eine Steinwerkstadt. Und die Wurzeln,wenn auch nicht mehr wie in Osnabrueck sichtbar, gehen auf das 12. Jahrhundert zurueck.

Zu einer echten Kemenate gehört die Möglichkeit der Beheizung zumindest eines Stockwerks. Die Kemenaten entstanden zumeist im 13. und 14. Jahrhundert, die archäologische Forschung konnte jedoch Frühformen der Steinwerke dokumentieren, die bis in das 11. Jahrhundert zurückreichen.

Die mittelalterlichen Steinwerke sind in der Erinnerung an das alte Stadtbild vor dem 2. Weltkrieg weitaus weniger präsent als die überwältigende Fülle der bis zur Zerstörung erhaltenen Fachwerkgebäude. Sie befanden sich meist in den Innenhöfen und waren in den vom Fachwerk dominierten historischen Straßenbildern somit kaum wirksam. Zahlreiche Gebäude dieser Art waren durch die Kriegszerstörung überhaupt erst sichtbar geworden, um dann mit der Trümmerräumung für immer zu verschwinden.


Aus: Aspekte mittelalterlicher Baugeschichte in Braunschweig - Die Loewenstadt

Das Gebaeude im Titel ist die Jakobs-Kenenate:
Lange war sie vergessen, dabei stammt sie aus dem 13. Jahrhundert und gilt damit als eines der ältesten erhaltenen profanen Gebäude von Braunschweig. Kemenaten stellen in der Geschichte des niedersächsischen Bürgerhauses - besonders in Braunschweig, Osnabrück und Goslar - eine regionale Sonderentwicklung dar, nur eine Handvoll haben die Zeiten überstanden. Sie wurden im Mittelalter von reicheren Familien aus Stein erbaut, um sich vor den gefürchteten Feuersbrünsten zu schützen. In Kriegszeiten dienten sie, meist verbunden mit einem Fachwerkhauptbau, als Flucht- und Schutzraum. Sie waren beheizbar und unterkellert und wurden als Wohn- und Speicherhäuser genutzt.


Monumente


Ein gut gemachtes Datenblatt mit Fotos und Grundriss zur Jakobkemenate

Die Jakobkemenate-Webseite

Sunday, July 05, 2009

Osnabrücker Online-Fernsehen

Keine Ahnung, ob das in Osnabrück bekannt ist. Aber von weit weg ist das ein netter Dienst. Fünf-Minuten-Nachrichten aus der Gegend abrufbar zum Beispiel bei Youtube. Hier eine aktuelle Sendung über den Mercedes-Auftrag für Karmann und den VfL zum Beispiel.
Ich würde das Video gerne direkt einbinden, aber ein übliches deutsches Impressum ist eher abschreckend, also nur der Link.

Das große Sängerfest in Tallinn


The festival parade
Originally uploaded by kalevkevad
Unesco World Heritage

Tuesday, June 30, 2009

Schwäbisch Hall im August


Für eine Fortbildung bin ich im Sommer in Schwäbisch-Hall. Die Stadt zeichnet sich durch viele erhaltene Mittelalterbauten aus. Da bin ich natürlich neugierig, ob es Parallelen zu den Osnabrücker Steinwerken gibt. Die Sache wird einem leicht gemacht. Die Stadt hat ein Häuserregister, wo man Baudaten und Untersuchungsergebnisse zur Geschichte finden kann. Gleich am Anfang bin ich auf das Haus Brüdergasse 27 gestoßen.

Über einem gemauertemErdgeschoss und gewölbtem Keller zwei Fachwerk-Obergeschosse, darüber Halbwalmdach. Gute Erhaltung der historischen Bausubstanz des Ursprungsbaus und aus den verschiedenen Umbauphasen. Im 1. OG Wohnstube mit gut erhaltener, segmentbogiger, geschnitzter Bohlen-Balkendecke aus dem späten 15. Jh. Dachstuhl dendrochronologisch datiert auf 1395/96. Fachwerk des Rückgiebels mit verblatteten Steigbändern ebenfalls aus dieser Zeit. Heutige Raumaufteilung beruht auf Umbauten des 17./18. Jh. Bei umfangreicher Reparatur 1684 viele Fachwerkfelder mit Ziegeln neu ausgefacht, wohl auch Ausbau des 2. OG zu beheizbarer Wohnung. Vermutlich 1689 vollständige Erneuerung des Fachwerks des Westgiebels (vgl. Datenbank Bauforschung Baden-Württemberg).


Vielleicht nicht ein Steinwerk des westfälischen Typs, aber mal sehen, was sonst noch vorhanden ist. Gewölbte Keller sind da noch so ein Detail. Die Mittelalterstadt ist anders, anders als das, was wir allgemein als Altstadt bezeichnen.

Das Häuserlexikon von Schwäbisch Hall.

Sunday, June 28, 2009

People that asked for more pictures of sky

Das ist ein Foto von tiexano bei Flickr. Aufgenommen wahrscheinlich vor einem Monat. In Osnabrück. Hinten ist wohl der Katharinenkirchturm zu sehen.
Der Titel sagt alles. Osnabrücker Himmel.

Saturday, June 27, 2009

Spanien - Federation Cup

Vor drei Jahren hatte Spanien hochgesteckte Hoffnungen endlich in die oberen Finale einer WM zu gelangen. Aber Frankreich machte dem einen Strich durch die Rechnung. Und doch so typisch für Spanien bei einer Meisterschaft. Hier die Fans im Alando in Osnabrück, nachher waren sie auch gar nicht so enttäuscht. Das Spiel war schnell abgehakt. Und 2008 sah es schon ganz anders aus. Spanien wurde endlich souverän Europameister. Und jetzt vor der WM waren sie 35 Spiele lang ungeschlagen. Die USA haben das Thema im Halbfinale erledigt. Die Zeiten ändern sich. Die letzten Finale gehören nicht mehr nur den Europäern und Südamerikanern. Mal sehen was der Sonntag bringt. USA-Brasilien.

Friday, June 26, 2009

- ? - Teheran

Bei Twitter war das eine Gruppe von Leuten,die täglich aus Teheran Meldungen geschickt haben. Es wurde berichtet, dass Freunde verhaftet wurden. Jetzt ist Stille, seit zwei Tagen, die letzte Botschaft vor 48 Stunden :

Allah - you are the creator of all and all must return to you - Allah Akbar - #Iranelection Sea of Green


und eine Message davor:

we must go - dont know when we can get internet - they take 1 of us, they will torture and get names - now we must move fast - #Iranelection8:34 AM Jun 24th from web

Thursday, June 25, 2009

Stimmen zu Karmann

In der Blogosphaere wird Karmann mehr in englischsprachigen Posts diskutiert. Der letzte Wagen vom Band war Anlass fuer einige Kommentare:

They made the Mégane II CC’s folding glass roof. Shame to see them go.

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Thats a shame, lots will be unemployed, bit of a icon company really, with great history why does’nt Porker or Benz buy it?Or even the Chinese?

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source

actually have 2 cars that came out of that plant. A 72 Porsche 914 and a Crossfire SRT-6....sad day indeed

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As a VW Corrado owner (designed and built by Karmann!) I've been fortunate enough to visit Karmann in Osnabruck a number of times over the years with German speaking friends who have contacts within Karmann.. all the folks we met (who worked on cars like the Scirocco and the Corrado) were so passionate about them and the company they work(ed) for. We heard so many great stories about the relationship between VW & Karmann, etc.

Karmann will continue to exist making roof systems but certainly as that company which owned their enormous plant in Osnabruck they are no more. It's really, really tragic.


und noch viele Kommentare mehr, source

Wow, I didn't even know they where in existence, I think the Karmann ghia is one of the best looking VW of all time, I only wish it was front engine-rear wheel drive.

source

Friday, June 19, 2009

Osnabrück und der Iran

"Sacked office and broken computer", ist der offizielle Titel des Photos bei Flickr. Wahrscheinlich in Teheran aufgenommen. Die Menschen riskieren was, besonders die Frauen.
Osnabrück stand vor zwei Jahren in der Kritik, genauer das Osnabrücker Symfonieorchester. Sie fuhren in den Iran. Dafür wurden sie mitunter hart verurteilt (z. B. von Henryk M. Broder). Aber die Frage dreht sich darum: Hat es dem Regime geholfen, oder war es eher subversive Kulturarbeit. Dazu hat jemand Stellung genommen, dessen Meinung ich weitgehend teile:
...
"Das von Broder zitierte Tagebuch des "Morgenland"-Festivalleiters zeigt vor allem Eines: Er hat sich über Vorurteile und Ängste gegenüber Iran hinweggesetzt und möchte nun einfach mitteilen, dass ihm ganz im Gegensatz zum verzerrten Bild, das vor allem der iranischen Bevölkerung und Zivilgesellschaft zu Unrecht in deutschen Medien aufgezwungen wird, überall ein Lächeln entgegengebracht wurde und man ihn mehr als nur mit offenen Armen und Interesse empfangen hat. Er hat von dieser Reise etwas mitgebracht - nämlich, dass Iran - egal wer nun regiert, wie viel Unrecht im Namen einer Religion passiert und wie viel Sorgen die Iraner tagtäglich haben - ganz einfach vielschichtig ist. Und dass die Iraner, jeder für sich eine ganz eigene Meinung haben. Ganz bestimmt sind die Iraner aber nicht feindlich. Ein Broder würde sich wundern, wie freundlich er in Iran als Europäer empfangen würde und wie dankbar Teheraner Musikliebhaber für diesen Kulturaustausch gewesen sind."

Der Link: KULTURELLER AUSTAUSCH ALS ÜBEL? von F. Gharadjedaghi 2007


Das war vor zwei Jahren.

Unter dem Flickr-Foto stehen noch mehrere Anweisungen, wie man sich verhalten soll. Am Ende dieser Abschnitt:
The individuals that took these photos, risked their lives to do so and it is incongruous that having done so they would not wish these photographs to be used by the world media. In light of this I beg your news organization to use these photographs and to disseminate them as wide as possible. Constant press coverage by the international media is the only thing preventing a massacre in Iran. The re-publication of these photographs will help to save lives. There is a clear moral duty in this context. Be human.


Morgen, der Samstag, wird wohl ein kritischer Tag. Es soll wieder Versammlungen der Opposition geben, aber die Zeichen nach der Rede des religiösen Führers (gegen weitere Proteste) und Reaktionen des Staates lassen nichts Gutes hoffen.

A kraftfahrer shaving a colleague

drakegoodman posted in der gleichen Flickrgruppe Fotos aus dem Ersten Weltkrieg. Dieses hier ist faszinierend. Er rechts sieht aus, als käme er aus unserer Zeit, der Haarschnitt.

Saturday, June 13, 2009

Das waren noch Zeiten


Pusan Motor Show 2003
Originally uploaded by Jens-Olaf
Die Neue-OZ veröffentlicht ein Interview. Es geht um Karmann, den Gesellschafter der traditionsreichen Automobilfirma in Osnabrück. Und er kann natürlich nicht mehr als politisch korrekte Ausweich-Antworten geben. Der Insolvenzverwalter. Natürlich muss alles abgesprochen werden, im Sinne der Firma.
Bessere Zeiten waren hier, vor über fünf Jahren. Da war das Problem noch nicht, ob es überhaupt Aufträge für einen Autobauer gibt, sondern ob die Konkurrenz stärker ist. Ein Projekt zwischen dem koreanischen Autohersteller Hyundai und Karmann. Jetzt gibt es gar keine Aufträge mehr.

Sunday, June 07, 2009

Nikolaiort - ein Steinwerk


Nikolaiort
Originally uploaded by Jens-Olaf
Die Posts zum Thema Steinwerke in Osnabrück überarbeite ich zur Zeit. Dabei habe ich dieses Fotodokument vom Nikolaiort um 1900 hinzugefügt:
Osnabrück besitzt noch 35 Steinwerke, ein Haustyp des Mittelalters, der weitgehend aus den Städten verschwunden ist. Hier sieht man einen der Gründe dafür. Am Nikolaiort in Osnabrück konzentrieren sich um die Jahrhundertwende die Geschäftshäuser. Die Steinwerke werden Opfer der neuen Bautätigkeit. Allein an dieser Stelle wird später mehrmals um- und neugebaut.
Von Kriegsschäden einmal ganz abgesehen.

Update:
Das ist der Nachfolgebau um 1902. Der Fachwerkgiebel wurde in die Turmstraße versetzt, hinter der Stadtwaage:

Eine Zeichnung von Otto Knille, 1847

Thursday, June 04, 2009

Nochmal Karmann

Und wieder werden Stellen gestrichen. Die Neue-OZ berichtet von über 500:
Die Hiobsbotschaften aus Osnabrücks Traditionsunternehmen reißen nicht ab: 1979 bisher ungekündigte Mitarbeiter gehören seit der jüngsten Kündigungswelle noch zum Unternehmen. Jetzt sollen noch mal mehr als 500 gehen.

Karmann
Bin mal gespannt, ob nach der Krise der Bedarf nach neuen Automodellen steigen wird, und damit vielleicht die Chancen für die Firma.

Wednesday, June 03, 2009

China gegen Deutschland



Dass der VfL Osnabrück jetzt in der 3. Liga spielen muss, ist okay, sie werden wieder öfter gewinnen. Und vielleicht sogar aufsteigen.
Auch die Spiele der Nationalelf verfolge ich. Zum Beispiel China gegen Deutschland. Wer meine Blogroll kennt, sieht dort Tears of the Sun. Chinesin und Sportfan. Sie möchte gern in Deutschland arbeiten und studieren. Trotzdem steht sie hinter ihrem Team. Falls sich jemand fragt, wer im Stadion die roten Fahnen geschwenkt hat.