Showing posts with label Osnabrueck. Show all posts
Showing posts with label Osnabrueck. Show all posts

Saturday, January 08, 2011

Rückblick Neustadt

Einige Posts, die ich in den letzten Jahren veröffentlichen wollte, sind einfach untergegangen. Auch diese Fußnote zu den Ausgrabungen auf dem Marienhospitalgelände.
Die Neustadt ist ein äußerst interessanter Teil Osnabrücks, wenn man weiß, dass sie lange sehr selbstständig war und im Umfang zu einer der größten Mittelalterstädte Norddeutschlands gehört. Aber das ist nicht sofort erkennbar, obwohl mit Rathaus und Johannskirche noch bedeutende Relikte der Vergangenheit stehen. Aber unter der Oberfläche verbirgt sich noch viel.
Das ist nun umgesetzt, das neue Kinderhospital:
Marienhospital
Und das ist wahrscheinlich für die Fundamente des neuen Hospitals verschwunden:
Ausgrabung Marienhospital
Ein Brunnen, und der anstehende Sandboden.
Mauerzüge mit dem örtlichen Bruchstein:
Ausgrabung Marienhospital
Auch aufrechte Mauern gab es hier noch vor ein paar Jahren:
Neustadt Osnabrück

Tuesday, July 14, 2009

Braunschweig und die Steinwerke



Auch Braunschweig war eine Steinwerkstadt. Und die Wurzeln,wenn auch nicht mehr wie in Osnabrueck sichtbar, gehen auf das 12. Jahrhundert zurueck.

Zu einer echten Kemenate gehört die Möglichkeit der Beheizung zumindest eines Stockwerks. Die Kemenaten entstanden zumeist im 13. und 14. Jahrhundert, die archäologische Forschung konnte jedoch Frühformen der Steinwerke dokumentieren, die bis in das 11. Jahrhundert zurückreichen.

Die mittelalterlichen Steinwerke sind in der Erinnerung an das alte Stadtbild vor dem 2. Weltkrieg weitaus weniger präsent als die überwältigende Fülle der bis zur Zerstörung erhaltenen Fachwerkgebäude. Sie befanden sich meist in den Innenhöfen und waren in den vom Fachwerk dominierten historischen Straßenbildern somit kaum wirksam. Zahlreiche Gebäude dieser Art waren durch die Kriegszerstörung überhaupt erst sichtbar geworden, um dann mit der Trümmerräumung für immer zu verschwinden.


Aus: Aspekte mittelalterlicher Baugeschichte in Braunschweig - Die Loewenstadt

Das Gebaeude im Titel ist die Jakobs-Kenenate:
Lange war sie vergessen, dabei stammt sie aus dem 13. Jahrhundert und gilt damit als eines der ältesten erhaltenen profanen Gebäude von Braunschweig. Kemenaten stellen in der Geschichte des niedersächsischen Bürgerhauses - besonders in Braunschweig, Osnabrück und Goslar - eine regionale Sonderentwicklung dar, nur eine Handvoll haben die Zeiten überstanden. Sie wurden im Mittelalter von reicheren Familien aus Stein erbaut, um sich vor den gefürchteten Feuersbrünsten zu schützen. In Kriegszeiten dienten sie, meist verbunden mit einem Fachwerkhauptbau, als Flucht- und Schutzraum. Sie waren beheizbar und unterkellert und wurden als Wohn- und Speicherhäuser genutzt.


Monumente


Ein gut gemachtes Datenblatt mit Fotos und Grundriss zur Jakobkemenate

Die Jakobkemenate-Webseite

Thursday, June 25, 2009

Stimmen zu Karmann

In der Blogosphaere wird Karmann mehr in englischsprachigen Posts diskutiert. Der letzte Wagen vom Band war Anlass fuer einige Kommentare:

They made the Mégane II CC’s folding glass roof. Shame to see them go.

----
Thats a shame, lots will be unemployed, bit of a icon company really, with great history why does’nt Porker or Benz buy it?Or even the Chinese?

----
source

actually have 2 cars that came out of that plant. A 72 Porsche 914 and a Crossfire SRT-6....sad day indeed

-----
As a VW Corrado owner (designed and built by Karmann!) I've been fortunate enough to visit Karmann in Osnabruck a number of times over the years with German speaking friends who have contacts within Karmann.. all the folks we met (who worked on cars like the Scirocco and the Corrado) were so passionate about them and the company they work(ed) for. We heard so many great stories about the relationship between VW & Karmann, etc.

Karmann will continue to exist making roof systems but certainly as that company which owned their enormous plant in Osnabruck they are no more. It's really, really tragic.


und noch viele Kommentare mehr, source

Wow, I didn't even know they where in existence, I think the Karmann ghia is one of the best looking VW of all time, I only wish it was front engine-rear wheel drive.

source

Monday, January 05, 2009

Die Domgrabungen Osnabrück


Ellinor Fischer
Originally uploaded by Jens-Olaf
Die Osnabrücker Archäologen konnten mit der Restaurierung des Kreuzgangs des Doms in den vergangenen zwei Jahren noch einen Blick in die frühe Zeit der Domburg werfen. Baumsarggräber, die wohl noch aus der Zeit vor der ersten Jahrtausendwende stammen, wurden im Übergang von Kreuzgang und Seitenschiff des Doms gefunden. Siehe Note im Foto bei Vergrößerung.
Ellinor Fischer wertet die Grabungsfunde aus, Ergebnisse, die später einer umfangreichen Doktorarbeit zur frühmittelalterlichen Domburg hinzugefügt werden .

Auch oberirdisch gab es neue Erkenntisse mit der vorübergehenden Entfernung des Putzes im Kreuzgang. Das Wandzüge weisen Ausbesserungen und Veränderungen verschiedener Zeitepochen auf. Gut wiederzuerkennen in den Befundskizzen, die jetzt ausgewertet werden:
Grabung Kreuzgang Dom Osnabrück
Bürowände in der Archäologie Osnabrück dienen der Dokumentation, hier die größte Kloake Osnabrück, die bisher entdeckt wurde, Bickhof Dom:
Archäologie Osnabrück
Ellinor Fischer bei der Schreibtischarbeit:
Die Domburg Osnabrück
Osnabrück gehört zu den ersten Zentren der städtischen Entwicklung nach 800 nördlich der Mittelgebirge. Mit jedem Jahr fügt sich ein fehlendes Puzzlestück in die Wissenslücken über die frühen Jahrhunderte. Die einzelnen Phasen der Stadtgeschichte bekommen dabei immer genauere Konturen. Nicht vergessen: Für die Zeit vor 1200 gibt es regional nicht viel schriftliches Material. Und über 400 Jahre wollen bis dahin beschrieben werden.
Jüngste Veröffentlichung:
Die frühmittelalterliche Domburg von Osnabrück, in Burgen und Schlösser 4, 2008, S. 204-210
Ellinor Fischer und Sara Snowadsky:
Archäologie Osnabrück