Tuesday, May 20, 2008

VfL Osnabrück in Korea


VfL Osnabrück in Korea
Originally uploaded by Jens-Olaf
Wie verbindet man beides. Mit Fußball. Der VFL als Unterrichtsstoff in Korea, der Zahlen wegen. Osnabrück ist Zwölfter.

Sunday, May 18, 2008

Ein Foto

Der Gertrudenberg. Ich lade gerade eine Menge Fotos von der Festplatte auf ein Onlineportal hoch. Diese Aufnahme von Martin Walter (mein Vater) war dabei. Ich glaube 2005. Vom Stadthaus aus aufgenommen. Tipp für die Osnafotografen: Einfach in den obersten Stock mit dem Fahrstuhl fahren und dann den Gang nach links gehen. Am Ende ist eine Terassentür, die man öffnen darf:
Gertrudenberg

Sunday, May 11, 2008

Wochenmarkt in Osnabrück


Wochenmarkt
Originally uploaded by Jens-Olaf
Die Szene müsste länger sein, beim Durchsuchen der Festplatte ist sie wieder aufgetaucht. Schinken vom Freitagsmarkt an der Josephskirche. Die Glocken.

Hinweis an die Osnablogger, die bei Flickr ein Account haben. Das ist jetzt mit Videofunktion möglich. Auch ein Test für mich.

Monday, April 28, 2008

Herrenteichstraße nach dem Abriss


Update: Die Vorderseite Herrenteichstraße 11, aus Baudenkmale in Niedersachsen Stadt Osnabrück. Ein Wohnhaus um 1860 im Rundbogenstil. Die Fassade bleibt erhalten.

Andreas Niemuth hat letzte Woche diesen Überblick über die Funde hinter dem Haus(rest) Herrenteichstraße 11 aufgenommen.
Die Fundamente sind sehr weitläufig und Begleifunde deuten auf Schichten aus dem Hochmittelalter.
Herrenteich II
Und noch weiter links
Herrenteich
Die Fläche schließt sich an die Grabungen an der Schwedenstraße vor über fünf Jahren an. Dort, wo vermutlich der Wirtschaftshof des Doms entdeckt wurde:
Grabung Schwedenstraße Osnabrück

Update Januar 2009:
Das ist die stehen gebliebene Fassade und ein Teil des neuen Parkhauses:
DSC02984

Monday, April 21, 2008

Abriss Herrenteichstraße 11 Osnabrück


Die Vorderseite ist denkmalgeschützt, hinten sollen archäologische Untersuchungen stattfinden. Die Fassade datiert von 1860:
" ein hohes dreigeschossiges Fünfachsenhaus. besonders stattlich, seine Fassade allerdings schmerzlich, wenn auch nicht irreparabel, im Erdgeschoßbereich verändert"
, (aus Baudenkmale in Niedersachsen Band 32). Das alles zwischen L&T und Schwedenstraße. Bei Google sieht man noch die Relikte der Ausgrabungen vor 5 Jahren. Die Fundamente der Häuser der Herrenteichstraße liegen nahe der Hase, dem Stadtfluss. Der Grundwasserspiegel ist hoch. Hölzerne Fundamente sind also ein möglicher Fund. Sie überdauern nur unter Luftabschluss im Wasser.

Google Map embedded dauert zu lange zum Hochladen, deshalb nur der Link zur Satelliten-Karte

Foto von Andreas Niemuth

Wednesday, April 16, 2008

Archäologie - Medien - ein Blog


Interior_003
Originally uploaded by Miss_Colleen
Diese Animation ist nach dem derzeitigen Kenntnisstand über eine der ersten großen festen Siedlungen der Geschichte angefertigt. Im Neolithikum (der Jungsteinzeit) entstanden, heute in der Türkei,

Çatalhöyük

Der Blog auf dem diese Arbeit vorgestellt wurde dreht sich um moderne Archäologie, Mediennutzung und neue pädagogische Wege diese Wissenschaft Laien zu vermitteln.
Miss Colleen: Middle Savagery

Die Darstellung beruht auf dem Prinzip "Second Life".

Colleen hat auch einen Video Blog, hier eine kurze Zusammenstellung der Antworten einiger Wissenschaftler auf die Frage: Welche Farbe hat Catalhoyuk? Auf Englisch, hier der Link.

Friday, April 11, 2008

Die Uni Osnabrück und das Bloggen

Anstelle eines Links auf der Blogroll, hier ein Hinweis auf uniBlogs in Osnabrück. Mal sehen wie sich das Projekt weiter entwickelt.
Neuer Graben

Wednesday, April 09, 2008

Noch mehr Musik

Einer der beeindruckensten Filme der letzten Zeit ist Magnus. Bisher läuft er nur auf den Festivals, ein Gericht hat das letzte Wort. Es geht darum, ob eine reale Person sich in einer fiktiven Figur des Films wiedererkennt. Es ist nach einer wahren Begebenheit gedreht worden. Das nur nebenbei. Die estnische Filmdirektorin hat die Musik gefunden, die zu der Geschichte passt. Und da bin erst jetzt drauf getoßen.
Die Musik stammt von einem Projekt in Montreal/Kanada. In einem Experiment haben sich über ein Dutzend Künstler in einem Haus zusammengesetzt, um über fünf Tage lang ununterbrochen spontan Stücke zu improvisieren und aufzunehmen. Durch die hohe Anzahl an Mitschaffenden und später fehlendem Schlaf wollten sie die Grenzen so eines Projekts austesten. Hier das Ergebnis: Set Fire to Flames sings reign rebuilder
Alle Stücke sind online abspielbar.

Tuesday, April 08, 2008

Wahlen - Am Rande

Die Vorwahlen in den USA laufen. Heute habe ich mit einem Amerikaner gesprochen, der mehr als 10 000 km entfernt von seiner Heimat, Ohio, lebt. Er meint, das Wichtige sei: Die Mehrheit wählt nicht mehr. Und zieht daraus seine Schlüsse.
Nun bewegt das Duell Clinton gegen Obama doch noch einige. Wie zum Beispiel diesen Musiker. Mit Sicherheit gehört er nicht zu den Mainstream-Konsumenten. Auch als Straßenmusikant ist er schon aufgetreten. Und manche Musik spielt er nur mit Gitarrenbegleitung. Er kommt aus Atlanta. Egal, ich poste einfach sein Video, am Ende eine Obama-Homage:

Hier ein altes Foto aus großen Clinton-Zeiten, 1994 in der Hauptstadt Lettlands, Riga:
Hillary Rodham Clinton

Wednesday, March 19, 2008

Ein Foto (Belgien?)


WWII Germany
Originally uploaded by wendizzle
Dieses Foto ist aus dem Nachlass eines WWII- Veteranen in den USA. Die Enkelin "wendizzle", so ihr Name bei Flickr, hat die Photos eingescannt und veröffentlicht. Was die Vorzüge von Flickr sind, zeigen die Kommentare dazu. Seit zwei Jahren rätseln wir darüber, wo das Foto wohl aufgenommen wurde. Eine Eingrenzung der Wahrscheinlichkeiten hat bereits stattgefunden.

Sunday, March 02, 2008

Unterschätzt

Studenten publizieren. Und ich meine, oft unterschätzt. Zu viele Arbeiten bleiben ohne Resonanz. Ohne Zitate in weiteren Diskussionen. Wenn man bedenkt wieviel Arbeit in Abschlussarbeiten steckt und wie wenig davon genutzt wird. Ein Beispiel an der Fachhochschule Osnabrück. Diese Arbeit stellt viele Argumentationslinien in der gängigen Naturschutzdebatte in Frage. Das ist zehn Jahre her. Trotzdem immer noch aktuell:

Anmerkungen folgen noch.
Eine Anmerkung hier: Die Bedeutung der Kulturgeschichte. Ab wann hat der menschliche Eingriff die Oberhand? Keine leichte Antwort, siehe Korea.

Monday, February 18, 2008

Busan street art


Busan street art
Originally uploaded by Jens-Olaf
In Osnabrück häufig zu finden aber hier eher selten: street art. Graffiti in Busan, Korea

Wednesday, February 13, 2008

Croatia


Croatia
Originally uploaded by Jens-Olaf
Ich weiß nicht, was im Kosovo wirklich ausgehandelt wurde. Aber ein unabhängiges Kosovo im Frühjahr ohne zerschossene Häuser, das wäre mal ein positives Beispiel für Europa. Serben und Kosovo-Albaner. Beide Nationen leben auch in Osnabrück.

Osnabrück Wolken


Osnabrück Wolken
Originally uploaded by Jens-Olaf
Am Ziegenbrink, Sicht auf die Altstadt und den Piesberg, Osnabrück, Germany

Sunday, February 03, 2008

"Vorsich!"

Scotts in Osnabrück

Vorsicht
Originally uploaded by Jens-Olaf


Die British Army verlässt Osnabrück. Und damit auch solche sprachlichen Relikte wie hier beim Tag der Offenen Tür in der Winkelhausen-Kaserne. Ende 2008 wird vielleicht auch sie geräumt sein. Demnächst werde ich noch ein paar Erinnerungsfotos hinzufügen.

Politisch vielleicht nicht ganz korrekt. Aber Friedensstadt Osnabrück soll hier das gute Zusammenleben zwischen Briten und Osnabrückern unterstreichen. Hans-Jürgen Fip in seinen letzten Monaten als Oberbürgermeister auf der Rathaustreppe 2006. Für die Dekoration sorgten die anderen:
Fip und British Army
Die Engländer werden nicht nur als praktizierende Fußballer fehlen, sondern auch als Fans in der Altstadt, zum Beispiel während der Weltmeisterschaften. Hier in der Winkelhausen-Kaserne:
Winkelhausen
Mancher dieser Soldaten hat schon Bosnien oder den Irak gesehen:
Winkelhausen II
Einmal habe ich eine aufgedrehte Gruppe junger Briten in der Fußgängerzone getroffen. Was viele am Verhalten nicht deuten können: Sie kamen gerade aus Basra. Man braucht sie nur anzusprechen.

Thursday, January 24, 2008

Mühle Hase


Mühle Hase
Originally uploaded by Jens-Olaf
Nachtrag vom letzten Jahr, der Mühlenfund, die Mühlenrinne an der Hellingsmauer in Osnabrück aus dem Mittelalter.
Ich warte noch auf die archäologischen Berichte in den Jahrbüchern der Region.

Saturday, January 05, 2008

Lichtenberg - Steinwerke und Denkmalpflege

Was geschieht mit den Mittelalterbauten in Osnabrück? Der Besitzer des schiefsten Dachs und dem Steinwerk-Bau von 1300 im Gespräch mit Denkmalpfleger Bruno Switala. In der hand ein Lichtenberg-Bildband. Das Manolo in der Altstadt an der Hasestraße. Die Bausubstanz wurde fasst bewusst vernachlässigt, aber dank der Privatinitiative des jetzigen Besitzers gerettet.

Jürgensort Osnabrück


Große Straße Osnabrück
Originally uploaded by Jens-Olaf
Rund um den Kamp, Jürgensort und Große Straße hat es durch die Geschäftstätigkeit bereits um 1900 Eingriffe in die mittelalterliche Bausubstanz gegeben. Beim Thor'schen Durchbruch entstand ein Foto, aufgenommen von Lichtenberg jr 1926, das ein Steinwerk zeigt. Bis runter in die Neustadt sind diese Bauwerke jetzt verschwunden, aber weiter nördlich sind noch 35 mehr oder weniger gut erhaltene noch zu sehen. Bei den jüngsten Bauprojekten wurden in diesem Bereich jede Menge alter Fundamente freigelegt:

Strata Osnabrück

Friday, December 21, 2007

Letzte Grabung im Bickhof des Doms


Ein Blick auf die Ostseite des Doms vor diesem Grabungsabschnitt

Vergangene Woche wurde die jüngste Grabung am Dom der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem riesigen Abfallschacht, der im letzten Jahr entdeckt wurde, dreht sich weiterhin alles um den Wirtschaftsteil der Domanlage /aus Bistum Osnabrück:

Grabungsleiterin Ellinor Fischer und ihr Team wollten eigentlich nur Fundamenten im heutigen Garten des Domorganisten nachspüren, die beim Verlegen eines Rohres im Sommer sichtbar geworden waren. In 1,50 Meter Tiefe stießen sie dabei auf ein gleichmäßig verlegtes Pflaster, das offenbar mit den mächtigen Kloaken in Verbindung steht, die sie bei den Grabungen vor Jahresfrist entdeckt hatten. Bei den weiteren Arbeiten stießen die Archäologen auf eine ovale Sickergrube, in die eine Regen- oder Abwasserleitung aus dem 15. oder 16 Jahrhundert mündet.

„Im Mittelalter gab es hier einen großen Wirtschaftshof, zu dem die Abfallgruben gehörten, und möglicherweise auch Stallanlagen“, deutet Ellinor Fischer ihre bisherigen Ergebnisse. Zudem könnte in unmittelbarer Nähe eine Küche gelegen haben, was die vielen Überreste von Nahrungsmitteln in den Kloaken erklären würde.


kaddelausos67 mit einer Aufnahme der jüngsten Funde.

Friday, December 14, 2007

Bierstraße 7 Steinwerk, Osnabrück


Bierstraße 7 Steinwerk
Originally uploaded by Jens-Olaf
Mit einer einfachen Digikamera aufgenommen hat es das kleine Bild des ältesten Steinwerks in Osnabrück schon weit gebracht. Eine Arbeit über Steinwerk und Kemenate an der Uni Tübingen hat es aufgegriffen. Aus dem einleitenden Text von Olaf Goldstein:


Dem entgegen steht bis zum heutigen Tag das grundsätzliche Problem, dass unter den Begriffen Steinwerk und Kemenate - vor allem in funktionaler Hinsicht - verschiedene Formen des Steinbaus subsumiert werden.[4] Der Grund hierfür dürfte vor allem darin zu suchen sein, dass sich alle bisherigen Definitionsversuche ausschließlich auf die Analyse der materiellen Hinterlassenschaften beschränken, wobei die baukontextuellen Bezüge und sozialen Bedingungen, in die dieser Bautyp eingebunden war und die ihn in einem hohen Maße determinierten, unberücksichtigt bleiben.[5] Diese Prämisse ist zugleich der Ausgangspunkt für das vorliegende Promotionsvorhaben: Durch die großräumige Berücksichtigung bisheriger Forschungsergebnisse soll in einem interdisziplinären Ansatz eine genauere Bestimmung dessen vorgenommen werden, was unter diesem Bautyp zu verstehen ist und wie man ihn gegenüber anderen Bauformen abgrenzen kann.


Ich bin mir da nicht sicher, inwieweit die neuesten Osnabrücker Kenntnisse der letzten Jahre verarbeitet sind. Denn hier stehen ja noch 35 zum Teil bestens erhaltene frühe Beispiele dieses Bautyps. Stattdessen spielt Minden in der erwähnten Promotionsarbeit eine große Rolle, nur in Minden sind nur wenige in Fundamentresten erhalten. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Osnabrücker Ausnahmesituation an bestehenden Steinwerken noch immer nicht bekannt ist. Oder leide ich an Lokalpatriotismus? Jedenfalls habe ich diesen Link bei Wikipedia zu den Steinwerken hinzugefügt. Und bei Wikipedia ist noch lange kein zufriedenstellendes Ergebnis zu sehen, nur Stückwerk zu diesem Thema.


Wieweit der Verbreitungsbereich der Steinwerke geht, zeigt meiner Meinung nach im Südwesten das maison romane in Rosheim von 1152 (etwas älter als Bierstraße 7), Elsaß, aus Wikipedia:


Gesammelte Informationen aus dem Internet zu Steinwerken und den Stadtkerngrabungen in Osnabrück im Forum bei Archäologie-Online: Stadtkerngrabungen Osnabrück.

Der Link funktioniert leider nicht mehr. Aber noch eine Anmerkung zum Alter des Steinwerks Bierstraße.
Der Münzfund 12.Jahrhundert ?
Das Steinwerk Bierstraße -bisher datiert um das Jahr 1220, ein städtischer Haustyp, der vor allem in Osnabrück verbreitet war. Im Umland Osnabrücks gibt es auch ländliche Varianten, die aber zum Teil andere Merkmale aufweisen. Wichtig ist auch dieser Münzfund in den mittelalterlichen Aushubgruben am Steinwerk: Es ist ein Münsteraner Silberpfennig, der laut Grabungsleiterin Carolin Prinzhorn aufgrund seiner Beschaffenheit und seines Alters und Fundortes ermöglicht, "das Steinwerk in der Bierstraße 7- etwas früher als bisher angenommen- in die Zeit um 1180 zu datieren." So die vorläufige Deutung.
Stand 2007

Tuesday, December 11, 2007

KIA wieder aus Osnabrück?

Das war 1994 Schlagzeile in einem Bericht von AutoBild

Keiner will was sagen, aber erinnert sei daran, dass es schon einmal ein KIA-Karmann Projekt gegeben hat Mitte der 90er.

A Kia spokesperson said that a decision to build the new model has yet to be reached. If Kia decides to produce the convertible, then the soft roof — as well as the entire car — might be manufactured externally, with Karmann being one of the contenders.

“We don’t want to endanger the negotiations by commenting on speculation,” said a Karmann spokesperson. The Karmann works council said the contract being discussed would involve the manufacture of an entire car, a contract that could secure jobs for many years. [Source: Autonews]


berichtet: kia-world

Jedenfalls drücken einige in den Kommentaren feste die Daumen.

Monday, December 10, 2007

Neustadt Rathaus Osnabrück


Neustadt Rathaus Osnabrück
Originally uploaded by Jens-Olaf
Links das Neustädter Rathaus vor der Restaurierung mit Schäden aus dem 2. Weltkrieg. Teile der Gebäudesubstanz stammen aus gotischer Zeit. Von der Substanz her wäre es damit älter als das 1512 neu-errichtete Altstädter Rathaus (Igel-Stadthistoriker) Im Hintergrund die Johanniskirche, Zentrum der Neustadt

Und nach der Restaurierung vor Jahren:
Neustädter Rathaus Osnabrück

Neustädter Rathaus Osnabrück

Thursday, December 06, 2007

Jihyun in Osnabrück


Jihyun II
Originally uploaded by Jens-Olaf
Vielleicht ist es für einige verwirrend, aber ich poste derzeit aus Korea. Trotzdem wird Osnabrück in diesem Blog ein Hauptthema bleiben. Hier ein schönes Beipiel, wie das geht. Jihyun aus unserer Familie auf dem Wochenmarkt am Dom. Samstag-Vormittag natürlich.

Saturday, December 01, 2007

Das rote Haus



Auf der Suche nach unbekannten Häusern der Altstadt Osnabrück fällt dieses rote Gebäude auf. Hinter dem Dominikanerkloster. Die linke Hauswand scheint eine Brandmauer zu sein, aber der Eigentümer, der gerade renovierte, hatte keine Ahnung davon. Wahrscheinlich ist es ein Haus, das aus mehreren Bauphasen besteht. Vielleicht mit Wurzeln im Mittelalter.

Tuesday, November 20, 2007

Steinwerke


Steinwerk Bissendorf
Originally uploaded by Jens-Olaf
Osnabrück und das Osnabrücker Land sind eine der wenigen Regionen, in denen es noch Steinwerke gibt. Eine Hausform, die im Mittelalter offensichtlich mehr verbreitet war als angenommen, aber vielerorts bereits verschwunden ist. Bald wird eine wissenschaftliche Arbeit in Osnabrück darüber erscheinen, die hoffentlich einen großen Einfluss auf unser Mittelalter-Bild haben wird. Als Konsequenz: Städte um 1300 hatten eine individuelleres Aussehen als angenommen und die Steinwerke spielen dabei eine wichtige Rolle.

Ich habe mal versucht das auf die Hasetraße zu übertragen. Angefangen vom Restaurant Manolo heutzutage bis Höhe Vitischanze:
Hasetraße um 1300
Was sind Steinwerke? Die Webseite der Stadt Osnabrück gibt Auskunft, hier.
Bei Archäologie-Online habe ich soviel wie möglich aus dem Internet zu diesem Thema zusammen getragen: Stadtkerngrabungen Osnabrück.
Bis zur nordöstlichsten Hansestadt der Geschichte reichen die Steinwerkbauten, hier eine Rekonstruktion des mittelalterlichen Tartu in Estland. Wer genau drauf achtet sieht den Steinbau innerhalb hölzerner Konstruktionen bevor die Backsteinbauten dominieren, hier. Eine Sequenz nach dem Eintritt mit Hilfe der 3D-Simulation durch die Stadttore, etwa in der Mitte des Videos.

In Abgrenzung zu den städtischen Steinwerken, stehen die ländlichen Formen im Osnabrücker Land, wie oben im Foto.
Carolin Prinzhorn hat dazu eine kurze Übersicht verfasst.

Wednesday, November 14, 2007

Bruno Switala - Osnabrück


Bruno Switala
Originally uploaded by Jens-Olaf
Ein Denkmalpfleger aus Aachen kennt die Besonderheiten Osnabrücks. Die historischen Singularitäten, etwas, das es woanders nicht gibt. Das ist nur aus der Perspektive des ehemaligen fast unabhängigen Hochstifts Osnabrück zu erklären. Eines der hunderten unabhängigen Teile des Alten Reiches. Und je tiefer man sich damit beschäftigt, desto mehr wird deutlich, welch große Rolle der regionale Zusammenhang spielte. Deutschland ist jung. Für die meiste Zeit war neben religiösen Festen, zum Teil mit Anwesenheit des Bischofs, die jährliche Bürgermeisterwahl der gesellschaftliche Höhepunkt. Grundlage war eine städtische Verfassung, die auf niederdeutsch festgehalten wurde. Und der Höhepunkt war nicht der Kaisergeburtstag oder die Sedanfeiern seit 1871.
Bruno Switala ist Chef der Denkmalpflege im ältesten Haus Osnabrücks, wahrscheinlich erbaut vor 1200, einer Zeit, wo es manche Osnabrücker vor allem ins Baltikum zog. Nicht wenige Westfalen ließen sich dort nieder, und Städte mit ihrer Selbstständigkeit waren noch eine neue Einrichtung.

Die letzten hundert Jahre haben die deutsche Geschichte in eine einzige Richtung getrieben, aber alle alten Dokumente zeigen, dass es eine andere Zeit davor gab.

Osnabrück und Wikipedia


Hans-Jürgen Fip
Originally uploaded by Jens-Olaf
Wer googelt findet mit dem Stichwort Osnabrück alles Mögliche, viel Kommerzielles, den VfL. Aber wie bei vielen Begriffen üblich: der Wikipedia-Artikel zu Osnabrück hat sich an die ersten Positionen der Internet-Suchergebnisse vorgearbeitet. Vieles ist erst im Aufbau, zum Beispiel der Beitrag zu Hans-Jürgen Fip, bei dem noch deutlich die politischen Frontlinien herauszulesen sind. Mich würde jedenfalls etwas genauer interessieren, was sein Anteil war an der Formulierung und Ausrichtung Osnabrücks zur "Friedensstadt".

Der Wikipedia-Artikel: Hans-Jürgen Fip

Hans-Jürgen Fip bei der Begrüßung und Auftaktveranstaltung der Hansetage in Osnabück 2006, auf der Rathaustreppe:

Saturday, November 03, 2007

Internetfund - Osnabrück

Die Gesellschaft für Technikgeschichte e.V. hatte eine Tagung im Frühsommer (die ich übersehen habe), und wieder hat Karsten Igel, der Osnabrücker Historiker, was ausgegraben:
Schon vor Wesel ließen 1345 die Wollweber in Osnabrück vom Rat der Stadt das Recht bestätigen, eine Qualitätskontrolle durchzuführen und Tuchplomben anzubringen. Aus der Tuchbeschau erzielte die Stadt Osnabrück unter anderem ihre Einnahmen. Osnabrücker Leinentuche wurden sogar aufgrund der Vergabe einer Leinenlegge und ihrer strengen Handhabung zum Markennamen. Heute aber ist die Verbindung der Stadt mit der Textilwirtschaft und als Markennamen kaum mehr bekannt. Einzig das schottische Dorf Osnaburg, in dem Osnabrücker Leinen gehandelt wurde, erinnert noch daran.

Und dann wendet man sich an Wikipedia, dort steht über Osnaburg:
It began to be woven in Scotland as an imitation from a German import of a coarse lint or tow-based linen cloth in the later 1730s. It quickly became the most important variety in East-Central Scotland.

Also, wer nicht weiss was Schottland mit Osnabrück verbindet, hier ist es. (Bitte nicht vergessen, dass genügend Schotten in Osnabrück stationiert sind, noch und schon mal als Söldner im 30 jährigen Krieg vor Ort waren).

Monday, October 29, 2007

Versteckte Winkel


Weil die Polizei dort residierte, ist die Klosteransicht eigentlich nicht für den öffentlichen Anblick vorgesehen. Iburg, die Klosterseite, bei Osnabrück:

Thursday, October 18, 2007

Herbst in Osnabrück


Vor zwei Jahren begann es so, aufgenommen mit einer einfachen Kamera am Kalkhügel, Elisabeth-Siegel-Schule:

Tuesday, October 02, 2007

Karmann

Die Nachricht haben wir eigentlich nicht erwartet. Karmann in der Krise, was nicht das erste Mal wäre, aber jetzt wurde über das Ende des Fahrzeugbaus nachgedacht. Aber sie können es. Ein Standbein sind die Dachkonstruktionen für Cabrios. Hier für den koreanischen Hersteller Hyundai. Leider kam der Auftrag zur Serienfertigung nicht zustande.
Busan Motor Show 2003 Hyundai
Busan Motor Show 2003:

Bexco.co.kr:
"Hyundai Motor, the largest auto manufacturer in Korea, seeks to promote its image as a
sophisticated vehicle manufacturer with the introduction of its sporty convertible
coupe, the CCS (coupe, convertible, sliding roof).
The CCS was developed in concept form through cooperation with the German coachmaker
Karmann, a specialist in retractable hardtops. The car was first introduced at the Frankfurt Motor Show."


Foto: beim Pressetermin

Monday, September 24, 2007

Broder versus Osnabrücker

Der Auftritt der Osnabrücker in Teheran reizt manche immer noch zu Angriffen gegen das ganze Vorhaben. Besonders Henryk M. Broder lässt nicht locker. Ein deutscher Korrespondent in Teheran, Martin Ebbing, hat jetzt in seinem Blog mebb.de Notes darauf reagiert: Broder schon wieder.

Auszug:
Henryk M. Broder hat eine wenig von Tiefsinn getrübte Polemik zum Gastspiel des Osnabrücker Symphonieorchesters in Teheran vom Stapel gelassen und die Attackierten weigern sich, sich öffentlich zu rechtfertigen.

Na so was! Einen Börne Preisträger ignoriert man nicht einfach! Verständlich, dass Broders Ego verletzt ist.

Nun hat er noch einmal nachgelegt und verlangt Stellungnahmen. Kommt raus, ihr Feiglinge! Ich will mich prügeln!


Weierlesen hier.

Monday, September 17, 2007

Luther Kirche


Luther Kirche
Originally uploaded by Jens-Olaf
Ein Winkel, den ich schon immer aufnehmen wollte. Die Luther-Kirche in ihrem Jugendstil. Aber meistens von der Iburger Straße fotografiert. Im Hintergrund ist die katholische St. Josephs-Kirche. Bekannt durch den Freitags-Wochenmarkt.

Wednesday, September 12, 2007

Friedensstadt Osnabrück


Freedom of the city
Originally uploaded by Jens-Olaf
So wie einige Osnabrück angegriffen wurden, wegen des angeblichen Appeasementbesuchs im Iran, siehe letzte Posts, ensteht das Bild, dass Osnabrück eine naive Friedenspolitik betreibe.
Eine der stärksten Begegnungen während internationaler Veranstaltungen in Osnabrück war um das Jahr 2000 ein Treffen junger Europäer. Das vollgepackte Programm stand fest. Bosnier, Kroaten und Serben trafen sich hier erstmals. Aber anstatt die alten Parolen gegeneinander herauszuholen, baten sie um eine Auszeit. Sie haben sich ihre persönlichen Kriegserlebnisse geschildert, ohne Druck von außen,ohne irgendjemanden vertreten zu müssen. Presse war glücklicherweise nicht da. Und das sind dann die Stücke, die fehlen, aber es den Osnabrück-Bashern leicht machen.
Übrigens ein Teil der mehrere tausend Soldaten zählenden Garnison der Briten kommen regelmäßig aus Basra und woanders aus dem Irak zurück. Hier der Oberbürgermeister bei der Parade Freedom of the city 2006.

Minensuchwettbewerb beim Tag der Offenen Tür der Britischen Armee in Osnabrück:

Iraker aus Skandinavien beim Weltjugendtag in Osnabrück 2005.
Iraker aus Skandinavien

Monday, September 10, 2007

Osnabrück in der Blogosphäre

Die Imagekampagne hatten wir, Osnabrücker in Teheran auch. Aber dieser Blogeintrag ist mir entgangen. Die Vorwürfe gegen Volkshochschule und Universität sind ernst. Es wird behauptet, dass Verbindungungen zu Islamextremisten bestehen. Aber kein Kommentar von Osnabrücker Seite. Entweder sie nutzen das Internet nicht oder sie meinen, das Richtige zu tun:
Zwar dementiert die Osnabrücker Uni eine Zusammenarbeit mit dem “Institut für den interreligiösen Dialog“ des iranischen Gottesstaates, muß aber gleichzeitig einen dort gehaltenen Vortrag eines ihrer Professoren einräumen. Hierzu muss man auch wissen, dass der Leiter der Osnabrücker Volkshochschule und seine Frau, Leiterin eines in Osnabrück angesiedelten Instituts für „Dialogprozess-Begleitung“, nicht nur enge Kontakte zur Osnabrücker Uni, sondern auch zur Islamischen Republik Iran pflegen und dort „interkulturelle Einfühlungsseminare“ abhalten, zu deren Teilnehmern auch die Enkeltochter des Revolutionsführers Chomeini, Fershte Tabatabei und dessen Urenkel Emad Tabatabei gehören, wie das einfühlsame Ehepaar in einem Artikel der Neuen Osnabrücker Zeitung selbst stolz berichtete.

Das ist ein schwerer Vorwurf von Das Blatt - Weblog & Journal aus Hannover

Update Freitag 11.09., hier ein aktueller Nachbericht über die Osnabrücker in Teheran, wo auch die Äußerungen Dreyers bei der Pressekonferenz den Anschuldigungen Broders in Spiegel-Online gegenübergestellt wurden. Siehe letzter Post dazu.

Sunday, September 09, 2007

Osnabrücker in Teheran

Jetzt wurden die Osnabrücker abgekanzelt, von Henryk M. Broder, Spiegel-Online: Von wegen Friedenskultur. Andere kommentieren ähnlich in ihren Blogs. Appeasement vor den Mullahs sei das oder gar glatte Unterstützung einer Diktatur. Natürlich sind das Polemiken, und die arbeiten mit der Zuspitzung, aber sie müssen, um zu diesem Ergebnis zu kommen, einen wichtigen Teil weglassen. Nämlich die Geduldsarbeit, die nötig war, um gegen die Hardliner im Iran, dieses Projekt durchzusetzen.

Hier die Links:
Broder in Spiegel-Online: "Die wollen nur spielen."

Heplev: "Friede, Friedensstadt - Despotenfans"

politically incorrect: "Iran: Osnabrücker Symphoniker auf Dialogtour"

Monday, August 27, 2007

So geht's - in Osnabrück

Mal diese Imagekampagne weggelassen, siehe letzte Posts, sie ist nicht notwendig. Dafür gibt es Leute wie Michael Dreyer, ohne den die folgende Meldung nicht möglich gewesen wäre:

Sinfonieorchester Osnabrück gastiert in Teheran

Teheran (dpa) Das Sinfonieorchester Osnabrück ist auf Einladung des Teheraner Sinfonieorchesters im Iran eingetroffen. Das deutsche Orchester ist das erste westliche Sinfonieorchester, das nach der Islamischen Revolution im Jahr 1979 eine Konzertreise nach Iran unternimmt.


Und ein kleiner Auszug aus der Neuen Musikzeitung, schon eine Weile her, über Michael Dreyer:

Von 1997 bis 2001 war Dreyer als freier Produzent für diverse Labels tätig, bevor er 2001 mit dem argentinischen Kollegen Hugo Germán Gaido das Label "Dreyer.Gaido Musikproduktionen" gründete.

Neben seiner Tätigkeit als Produzent hat Michael Dreyer verschiedene Musikevents und Konzertreihen organisiert. Für das Litauische Kultusministerium erarbeitete er ein musikalisches Rahmenprogramm zum Länderschwerpunkt Litauen auf der Frankfurter Buchmesse, für die litauische Botschaft Berlin organisierte er ein Festkonzert zum litauischen Nationalfeiertag.




Wenn ich mich recht erinnere, meinte Dreyer einmal, dass in einer größeren deutschen Kulturmetropole der politische Wirbel zu groß wäre, der solche Projekte gefährden würde. Irgendeine Onlinezeitung erwähnte auch, dass er einige Politiker, die nach Teheran mitreisen wollten, ausgeladen hat.

Foto im Museum für Industriekultur, Piesberg. Im Rahmen des NordTöne-Festivals, der Schwerpunkt das Baltikum, damals.

Friday, August 10, 2007

Hegertor Update

Nun ist die Imagekampagne Osnabrücks auch bei einem der meistgelesenen deutschsprachigen Blogs gelandet.
Basic Thinking und die Kommentare dazu.

Update: Osnabrücker Blogger über das Thema:
JosOsnablog
und
Thomas Tepe Mein Blog

Thursday, August 02, 2007

Heger Tor


[2007-07-28]: Heger Tor
Originally uploaded by tentakelsalat
Tentakelsalat ist Mitglied der kleinen Osnabrück-Gruppe des Online- Fotoprogramms Flickr. Ihre letzen Motive drehen sich um die Imagekampagne Osnabrücks, die sie mit großen Bannern, über die Stadt verteilt, umgesetzt haben.
Ich kann mich irgendwie nicht richtig anfreunden mit dieser Kampagne. Osnabrück hat eine sehr eigene Geschichte. Dass die Stadt nicht weltbekannt ist, weiß jeder. Zum Beispiel dieses Tor hier, das Hegertor, ist ein Triumphbogen. Nur gibt es die sonst fast ausschließlich veranlasst durch Dynastie-Träger. Richtig: Wie in Berlin damals. In Osnabrück war es einfach der Wunsch eines Stifters, der Geld übrig hatte. Und jetzt werden die Vergleichsbeispiele schon extrem weniger.
Ehrlich ist das Kleinermachen in diesem Sinne auch nur halb. Die halbe Wahrheit eben.
Hier die Angaben aus der offiziellen Onlineseite der Stadt Osnabrück:

"1817 - zwei Jahre nach der Schlacht bei Waterloo - stiftete Gerhard Friedrich von Gülich 1000 Taler für den Bau des Tores, um die Osnabrücker Kämpfer bei Waterloo zu ehren: "Den Osnabrückischen Kriegern, die bei Waterloo den 18. Juni 1815 deutschen Mut bewiesen, widmet dieses Denkmal G.F.v. Gülich D.R.D.R." Der Doktor der Rechte - dafür stehen die Großbuchstaben am Ende der Inschrift - beauftragte den Wegeinspekteur Johann Christian Sieckmann mit dem Entwurf des Tores, das einem Triumphbogen ähnlich ist."

Friday, July 13, 2007

NowPublic "crowd powered media"

Web 2.0 steht auch für Bürger-Journalismus. Seit einem Jahr bin ich Mitglied bei NowPublic, einer Onlinepublikation, zu der jeder beitragen kann, aber außer ein paar Fotos habe ich noch nicht viel hinzugefügt. Die Sprache ist Englisch und wer seine Flickr Fotos mit Creative Common Lizenz versehen hat, bekommt ab und zu eine Anfrage.
Diesmal ging es um Kroatien, ein Foto, das ich vor zwei Jahren aufgenommen habe. Der Beitrag bei NowPublic dreht sich um Citizen-Journalismus in Kroatien, hier der Artikel. Leute wie Ninoslav Pavic und sein Projekt Globus werden dort vorgestellt.

Thursday, July 05, 2007

Das Englisch-Business


Busan
Originally uploaded by Jens-Olaf
Seit Globalisierung und Englisch- Lernen fast das Gleiche bedeuten, in Korea, lebt eine ganze Branche davon. Der Traum vieler ist, einmal in den USA oder Australien studieren zu können. Dafür muss der TOEFL-Test bestanden werden. Das heißt: Wie meister ich den Test, der zum Bestehen soviel Energie und Einsatz erfordert. Nur auf Englisch zu kommunizieren, das ist eine andere Geschichte. Aber Geld kann man mit dem Lehrmaterial verdienen. Im Foto eine Auswahl an Unterrichtsstoff für Englisch, in einem Buchladen in Busan.