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Sunday, February 19, 2012

Webseite Holter Burg

Grabung Holter Burg by Jens-Olaf
Grabung Holter Burg, a photo by Jens-Olaf on Flickr.

So sollte Öffentlichkeitsarbeit sein. Eine Aufarbeitung der archäologischen Ergebnisse an der Holter Burg bei Bissendorf. Eine der nordwestlichsten Höhenburgen in Deutschland mit einem äußerst mächtigen Bergfried. Hier ein Foto von 2006, jetzt ist dieser Abschnitt freigelegt und gesichert.

Der Turm der Holter Burg stammt aus der Zeit um 1100 und muss in seiner vollständigen Ausführung gewaltig angemutet haben. Die nachgewiesene Mauerstärke im Fundament beträgt 5,50m. Zusammen mit dem Innendurchmesser von rund 5m ergibt sich ein überdurchschnittlich großer Gesamtdurchmesser von ca. 16m. Im Vergleich mit noch komplett erhaltenen Burgtürmen ist auf eine Mindesthöhe von 30m zu schließen. Damit hat der Rundturm der Holter Burg alle Höhen in der Nachbarschaft überragt und bot einst einen Blick über das gesamte Hase-Else-Tal zwischen Osnabrück und Melle.
Die Webseite: Holter Burg Auch erfährt man dort über die überraschende Entdeckung einer Torkapelle, deren Altarsockel erhalten vorgefunden wurde. Anderes bleibt aber noch verborgen, so der anzunehmende Brunnen. Gut zu sehen sind die tief eingeschnittenen Gräben der Burg: DSC02223 Inklusive der Ostmauer eine wohl unüberwindliche Verteidigung. Zur Westseite lagen das Torhaus mit der Kapelle: Grabung Holter Burg Und ein Graben davor: Holter Burg

Thursday, April 28, 2011

Holter Burg - Zwischenstand

Holter Burg Mauern
2006 und 2007 fanden intensive archäologische Untersuchungen an den Resten (siehe oben) der Holter Burg bei Bissendorf statt. Eine der nordwestlichsten Höhenburgen in Deutschland. Zunächst kamen erstaunlicherweise gut erhaltene Mauerzüge zum Vorschein. Samt den Fundamenten des Haupttors und einer Kapelle. Die Reste wurden gesichert, zum Teil rekonstruiert und sind jetzt gut sichtbar. Als Ergebnis wurde auch die Wikipedia-Seite aktualisiert:
Holter Burg


Ein GaLa-Bau, Hyco Verhaagen wird das Ganze landespflegerisch gestalten. Siehe die Pläne hier.

Zuvor aber noch eine Ankündigung der Stadt Bissendorf. Es gibt am 14. Mai einen Tag gewidmet der Holter Burg: "Erlebnis Holter Burg"

Die Gemeinde Bissendorf hat in enger Abstimmung mit der Stadt- und Kreisarchäologie in den vergangenen 12 Monaten eine Vielzahl an unterschiedlichen Arbeitsprojekten durchgeführt, die nun ihrer Vollendung entgegenstreben und am 14. Mai vorgestellt werden sollen. Dazu gehören u.a.:
• Hinweisschilder für den Autoverkehr an den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten
• Umfassende Beschilderung im Bereich der Holter Burg, der Zuwegung und des Parkplatzes mit Erklärungen zur Baugeschichte, zur Funktion der Burggebäude und zur Familiengeschichte der „Edlen zu Holte“
• Informationsblatt über die Holter Burg und den Ort Holte
• Neue Publikation in der Reihe der „Großen Kunstführer“ des Verlags Schnell und Steiner mit dem Titel „Holte und die Holter Burg“
• Neue Internetseite www.holterburg.de mit zahlreichen Informationen und Hinweisen, z.B. über Rundwanderwege, Führungen über das Burggelände, Informationen über historische Besonderheiten in der näheren Umgebung, Sonderveranstaltungen, touristische Hinweise und vieles andere mehr.

Die Internetseite allerdings ist noch nicht online.

Sunday, February 07, 2010

Holter Burg

Holter Burg
Dieser Ort ist unterbewertet. Deshalb gibt es Versuche, ihm einen größeren Stellenwert in der sichtbaren Kulturgeschichte des Osnabrücker Landes zu geben. Jüngstens stand in der NOZ:
Wichtig – und darin waren sich alle Anwesenden einig – sei dabei der Erhalt der naturräumlichen Situation: „Man sollte Zusammenhänge erklären und gleichzeitig die Burganlage im Buchenhochwald aus sich selbst heraus wirken lassen“, bekräftige Kreisarchäologe Bodo Zehm und schloss eine komplette Rekonstruktion der Holter Burg aus.

Eine solche Aufmauerung sei zwar reizvoll, scheitere aber an den Kosten, sei denkmalpflegerisch bedenklich und gehe zulasten der Authentizität. Das Konzept für die Holter Burg hingegen ermögliche die gelungene Symbiose zwischen Denkmalpflege und Öffentlichkeit, betonte der Erste Kreisrat Reinhold Kassing. „Sanfter Tourismus“ sei das vom Tourismusverband Osnabrücker Land (TOL), dessen Vorstandsvorsitzender Reinhold Kassing ist, angestrebte Prinzip.


Tja, bei den Ausgrabungen der letzten Jahre waren tatsächlich viele versteckte Aufmauerungen zu sehen. Ohne Rekonstruktion. Aber immerhin sind die mächtigen und tiefen Gräben, die vor Jahrhunderten rundherum in den Felsen getrieben wurden, gut zu erkennen.

Die Reste stammen aus dem 14. Jahrhundert oder sind älter. Stadt Osnabrück:
Sie liegt unweit des alten Höhenweges von Osnabrück nach Herford und ist neben der Iburg die einzige hochmittelalterliche Höhenfestung des Osnabrücker Landes.

Die Edelherren von Holte gerieten in Konflikt mit ihrem Landesherrn, dem Bischof von Osnabrück. Den Quellen zufolge eroberten bischöfliche Truppen und Gefolgsleute des Grafen von Ravensberg im Jahre 1144 die Holter Burg. Kurze Zeit später wurde die stark beschädigte Anlage wieder instand gesetzt und blieb bis ins 14. Jahrhundert hinein als Dynastenburg im Besitz der Familie von Holte. 1335 endete ihre Nutzung, und die Ruine diente zunehmend als Steinbruch.