Sunday, June 07, 2009

Nikolaiort - ein Steinwerk


Nikolaiort
Originally uploaded by Jens-Olaf
Die Posts zum Thema Steinwerke in Osnabrück überarbeite ich zur Zeit. Dabei habe ich dieses Fotodokument vom Nikolaiort um 1900 hinzugefügt:
Osnabrück besitzt noch 35 Steinwerke, ein Haustyp des Mittelalters, der weitgehend aus den Städten verschwunden ist. Hier sieht man einen der Gründe dafür. Am Nikolaiort in Osnabrück konzentrieren sich um die Jahrhundertwende die Geschäftshäuser. Die Steinwerke werden Opfer der neuen Bautätigkeit. Allein an dieser Stelle wird später mehrmals um- und neugebaut.
Von Kriegsschäden einmal ganz abgesehen.

Update:
Das ist der Nachfolgebau um 1902. Der Fachwerkgiebel wurde in die Turmstraße versetzt, hinter der Stadtwaage:

Eine Zeichnung von Otto Knille, 1847

Thursday, June 04, 2009

Nochmal Karmann

Und wieder werden Stellen gestrichen. Die Neue-OZ berichtet von über 500:
Die Hiobsbotschaften aus Osnabrücks Traditionsunternehmen reißen nicht ab: 1979 bisher ungekündigte Mitarbeiter gehören seit der jüngsten Kündigungswelle noch zum Unternehmen. Jetzt sollen noch mal mehr als 500 gehen.

Karmann
Bin mal gespannt, ob nach der Krise der Bedarf nach neuen Automodellen steigen wird, und damit vielleicht die Chancen für die Firma.

Wednesday, June 03, 2009

China gegen Deutschland



Dass der VfL Osnabrück jetzt in der 3. Liga spielen muss, ist okay, sie werden wieder öfter gewinnen. Und vielleicht sogar aufsteigen.
Auch die Spiele der Nationalelf verfolge ich. Zum Beispiel China gegen Deutschland. Wer meine Blogroll kennt, sieht dort Tears of the Sun. Chinesin und Sportfan. Sie möchte gern in Deutschland arbeiten und studieren. Trotzdem steht sie hinter ihrem Team. Falls sich jemand fragt, wer im Stadion die roten Fahnen geschwenkt hat.

Friday, May 29, 2009

Katharinenkirche

Nun wird der Turm der Katharinenkirche saniert. Der Dom in Osnabrück hat das Prozedere schon hinter sich. Wie dominierend der Turm wirken kann, zeigt diese Winteraufnahme von 2005. Richtung Westen gesehen:
Katharinenkirche
Meiner Meinung nach eines in der Wirkung nachhaltigsten Gebäude in Osnabrück.
Katharinenkirche von Nordost
Nochmal im Winter:
DSC03139
Oder im Frühjahr:
Katharinenkirche aus Richtung Neumarkt
Oder eingerahmt von der Postmoderne:
Der Kamp
Oder im Zusammenhang mit dem Mittelalter:
Rolandsmauer Poggenburg
Oder erwartet die Morgensonne:
Osnabrück  8:30 am

Wednesday, May 20, 2009

VfL Osnabrück


VfL Osnabrück
Originally uploaded by Jens-Olaf
Noch ein Spieltag - 2. Bundesliga. Der wahre Fan (nicht mein Bett ;-) drückt die Daumen. Osnabrück ist eben eine Fußballstadt.


Sonntag, 8. Minute Duisburg 1:0
Das tut weh, mal sehen, was noch geht. 20 Minuten gespielt
38. Minute 2:0 :-(
47. Minute 2:1 :-)
60. Minute 3:1 :-(
Schon gut 4:1, wir werden weitersehen.

Relegation. Osnabrück mag es spannend.

Monday, May 18, 2009

Osnabrücks krassester Hinterhof

Es ist vielleicht nicht der aktuellste Zustand, aber zwischen Heger- und Marienstraße befindet sich der auffälligste Hinterhof der Altstadt. Im Allgemeinen sind die Hausrückseiten und die Flächen durchsaniert. Hier steht aber nicht nur gefühlte Mittelalterarchitektur. Und gleichzeitig die letzte große Weltkriegsruine:
Steinwerk Hegerstraße
Vor drei Jahren habe ich schon mal darüber gepostet, aber mit anderen Photos. Hier eine Tür zu einem kleinen Anbau:
Tür
Wahrscheinlich wurde hier bereits aufgeräumt:
Steinwerk Marienstraße V
Der Blick nach oben zum angrenzenden Neubau der Lagerhalle:
Steinwerk Marienstraße IV

Friday, May 15, 2009

Bocksmauer

Fleischhauer - Bocksmauer
Schwieriges Motiv am Rande der Altstadt, aber beim genauen Hinsehen ist es eines der interessantesten alten Häuser in Osnabrück. Das Dach ist seitlich zur Straße gewand, traufenständig. Und genaugenommen war es eines der Nebengebäude des Tecklenbuger Hofes. Ein Relikt, das zeigt, dass im Mittelalter nicht alle Stadtflächen zugebaut waren, sondern auch Hofstrukturen Platz hatten. Eng wurde es vor allem wieder Richtung Bierstraße und Gildewart.
Das ehemalige Haus des Osnabrücker Kirchenvogts, der spätere Tecklenburger Hof, bot im 12. Jahrhundert den Handwerkern Schutz, die sich hier außerhalb der Binnenburg der Stadt ansiedelten. An der Rückseite des Gebäudes ist noch das Wappen der Fleischhauerinnung zu sehen.

Als infolge des Dreißigjährigen Krieges "die Zuchtlosigkeit unter der städtischen Jugend bedenklich zunahm", richtete der Rat hier im 17. Jahrhundert ein "Werkhaus" für Arme und eine "Waisenanstalt" mit einer Schule ein. 1812 wurden im Gebäude die vom Russlandfeldzug zurückgekehrten typhuskranken Soldaten Napoleons untergebracht.


Osnabrück: Haus der Jugend

Kaum mehr bekannt: Wir waren mal Frankreich.
1811-13 Kaiserreich Frankreich, Oberemsdepartement, Arrondissement Osnabrück
vorher schon:
1807-11 Kaiserreich Frankreich, Königreich Westfalen, Departement der Weser, Distrikt Osnabrück

Bocksmauer
Aus dem Bucksturm hat man diese Sicht:
Dächer
Ungefähr aus der Höhe, wo früher die Wachen auf der Mauer patrullierten.
Eine Webseite in Osnabrück sammelt alte Fotos, Alte Werte, hier ein Bild vom Abriss der Mauer. Ein Arbeiter steht auf dem heutigen Eingang zum Bucksturm.

Monday, May 11, 2009

Vor 1200 Jahren in Osnabrück

Der Spatenstich vor 800. Bautätigkeit in der Anfangszeit. Mit jeder neuen Grabung am Dom und den anschließenden Auswertungen zeigt sich ein weitaus komplexeres Bild der Frühgeschichte Osnabrücks. Hier Sara Snowadsky im Westwerk des Doms 2002.
Domgrabung Osnabrück 2002
Ich hatte noch keine Rücksprache mit den Grabungsleiterinnen Ellinor Fischer und Sara Snowadsky, aber nehme an, dass der Kirchenbote hier richtig liegt:

Bei Grabungen im Bereich des Osnabrücker Doms entdeckte Funde sind eine kleine historische Sensation: Eine unscheinbare Grundmauer südlich des Doms und in der Nähe entdeckte Spatenstiche stammen aus der Zeit vor dem Jahr 774. Das beweisen jetzt vorliegende Untersuchungsergebnisse. Bislang war man davon ausgegangen, dass die ersten Bauten und Missionsversuche in Osnabrück ab 780 begannen. Damit ist Osnabrück nach dem derzeitigen Kenntnisstand die älteste der niedersächsischen und westfälischen Bischofsstädte.


Hier das Bodendokument, vor zwei Jahren noch um 1000 angenommen:
Spatenstich um 1000
Im Bickhof des Doms unter Fundamenten:
Spatenstiche III

Und da hat Prof. Lobbedey schon vor Jahren eine bemerkenswerte aber damals nicht druckreife Schlussfolgerung bei Grabungen im Dom gezogen: Karl der Große könnte Osnabrück als ersten Bischofssitz bestimmt haben. Die frühe umfassende Bautätigkeit könnte damit begründet werden.

Und der Kirchenbote weiter über Erkenntnisse der Untersuchung des Kreuzgangs:
Die Archäologinnen deuten das Teilstück einer Wand im Südflügel des Dom-Kreuzganges als Überrest eines karolingischen Klostergebäudes, das die Missionare um den Osnabrücker Gründerbischof Wiho vor 801 errichteten. Im Bereich des heutigen Kreuzganges glauben die Archäologinnen jenes imposante Domkloster lokalisiert zu haben, das zwei Fuldaer Mönche in einem Wunderbericht erstmals für das Jahr 851 erwähnen. Hier lebten die Nachfolger des heiligen Wiho und ihre geistlichen Helfer bis etwa 1100 in klösterlicher Gemeinschaft.

Obwohl seit 814 von Karl dem Großen erlaubt, wurde die Osnabrücker Domburg erst im weiteren Verlauf des 9. oder 10. Jahrhunderts befestigt. „Wir wissen jetzt, dass die wichtigen Gebäude der Osnabrücker Domburg gleich aus Stein errichtet wurden und können damit die Geschichten über provisorische Holzkirchen und -bauten in den Bereich der Legende verweisen“, korrigiert Ellinor Fischer gängige und liebgewonnene örtliche Theorien.


Kreuzgang Osnabrücker Dom

Könnte die Stelle sein, muss ich aber noch nachprüfen:
Kreuzgang Dom Südwand

Und weiter die ON: Missionare bauten schon vor 774

Gehe ich recht in der Annahme, dass es damit das älteste oberirdische Mauerwerk in Osnabrück ist?
Der Kreuzgang und die Mauern sind eine durch die Jahrhunderte gestaltete Architektur. Es ist nicht einfach die Veränderungen zu entschlüsseln.
Grabung Kreuzgang Dom Osnabrück

Diese neuen Annahmen werfen viele neue Fragen auf: Gab es schon Missionsversuche vor den Sachsenkriegen mit Bautätigkeiten, oder gleich zu Beginn der Kriegszüge 772. Woher kommen die Bautechniker? Jetzt wohl kaum aus Münster zum Beispiel. Hier eine Karte des dreißigjährigen sächsisch-fränkischen Konflikts. Der Kampfschauplatz an der Hase ist mit dem Jahr 783 angegeben:

Quelle: 799 Kunst und Kultur der Karolingerzeit. Karl der Große und Papst Leo III. in Paderborn, Katalog der Ausstellung Paderborn 1999, hg. von Christoph Stiegemann und Matthias Wemhoff, Bd. 1 (1999) S. 265 Abb. 1.
Via: Die Sachsenkriege
Abteilung für Mittelalterliche Geschichte der Universität Tübingen

Aus Westfälische Geschichte:
Es entstand um 780 aus einer sächsischen Missionsstation des Bistums Lüttich, dessen Bischof Agilfried um 785 die erste Osnabrücker Kirche weihte. Bei Osnabrück an der Hase fand 783 der letzte Kampf Widukinds gegen Karl den Großen statt. Der erste Osnabrücker Bischof Wiho (803) leitete einen Kirchensprengel zwischen Wiehengebirge und Teutoburger Wald und über Corveyer Missionszellen um Meppen und Visbeck, der sich auf die späteren Grafschaften Tecklenburg, (Nord-)Ravensberg und das sogenannte Niederstift Münster ausweitete.

Ein Ausschnitt aus der ON:

Sunday, May 10, 2009

Holter Burg im Mai


Holter Burg im Mai
Originally uploaded by Jens-Olaf
Neben den archäologischen Ausgrabungen 2006 bietet die Holter Burgruine weiterhin auch reine Naturmotive. Hier der Mai im Buchenwald. Die Wurzeln umklammern historisches Gestein.

Wednesday, May 06, 2009

Bernd und Geodreieck


Bernd und Geodreieck
Originally uploaded by Jens-Olaf
Das Foto hatte ich ganz unterschlagen. Mathematik und die Archäologie. ^^
Während der Ausgrabung hinter dem Kreuzgang im Frühjahr 2007. Dom Osnabrück

Saturday, May 02, 2009

Põllküla



Pollkula
Originally uploaded by Jens-Olaf
Eben habe ich eine Webseite entdeckt. Familiengeschichte. Ein Teil meiner Familie stammt aus Estland. Ein Schwerpunkt des Familienlebens war Põllküla. Durch den Weltkrieg rissen die Verbindungen ab. Ich habe die Ruinen des Gutes, wo sie jeden Sommer verbracht haben im Dezember 1991 aufgesucht. Eine Zeitzeugin war auch noch dort. Jetzt sind wieder über 15 Jahre vergangen und in den Ruinen tut sich was. Jemand postet Fotos über irgendwelche Bautätigkeiten. Bin gespannt, was ich in Erfahrung bringen kann.


Põllküla Mõisapark

Picasa Fotos

Wednesday, April 29, 2009

Hauswand - Steinwerk Hasestraße

Eines der verbauten, straßenabgewandten Mittelalterhäuser in Osnabrück. Unten sind Gebäudereste mit dem örtlichen gelben Bruchstein. Hoch im Hintergrund das eigentliche Mittelalter-Steinwerk. Rechts eingebrochene Fensterseite und Umbauten. Die anderen Gebäudeseiten sind eher ursprünglich

Saturday, April 25, 2009

Hinterhof


Hinterhof
Originally uploaded by Jens-Olaf
Das ist einer der Hinterhöfe in Osnabrück. In der Neustadt. Irgendwie beschreibt er die Atmosphäre des Viertels. Links ist historisch, der Rest Nachkriegslösung.

Die Bogenbrücke

Nach der Hohen Brücke nun die Bogenbrücke beim Felix-Nussbaum-Museum in diesem Blog. Auch sie eine Besonderheit. Fortgeschrittene Verteidigungsarchitektur im 17. Jahrhundert. Das Aussergewöhnliche war, dass sie wiederentdeckt wurde. Vor 10 Jahren mit dem Beginn der Baumaßnahmen für das Museum.
Nach der ersten Freilegungskampagne konnten die Brücke und der von ihr überspannte, von Mauern eingefaßte Stadtgraben als Überreste einer Bastion erkannt werden, die auf einem Abbruchplan von 1814 dargestellt ist. Derartige Anlagen dienten v.a. im 17. Jh. dazu, die wichtigsten Stadttore, in diesem Fall das Heger Tor, gegen Kanonenbeschuß zu sichern. Die Bogenbrücke bot ausreichend für Platz für einander begegnende Fuhrwerke. Stadteinwärts schloß sich eine Durchfahrt durch die südliche Flanke des Ravelins an. Dann gelangte man vermutlich über eine hölzerne Zugbrücke in das Rondell und anschließend in das eigentliche Torgebäude.

Die Bogenbrücke in Osnabrück, baufachinformation.de
Und:
Die Funde belegen, dass Osnabrück in jenen Jahren das größte und modernste Verteidigungswerk errichtete, das man damals kannte.

Na also:
Bogenrücke
Die Stadt Osnabrück bietet online einen archäologischen Rundgang an, die Bogenbrücke ist hier zu finden.

Thursday, April 23, 2009

Nachtrag Osterfeuer

Dieser Post dient auch dazu, die Videofunktion in Blogger zu testen, eine Premiere sozusagen.
Osterfeuer
JosOsnaBlog berichtete über die hohen Feinstaubwerte der Stadt nach dem Abrennen der Osterfeuer.
Jedes Jahr ist der Himmel in den Abendstunden eingetrübt. Allerdings kommen die extremen Werte auch durch die Brände in der Stadt. Und zwar nicht ganz kleine, wie hier bei Raspo in der Nähe Kalkhügel. Auch gibt es jährlich ein goßes Feuer beim nächstgelegenen Bauernhof.
Sollten die Meßwerte vom Ziegenbrink kommen, sind sie mit Sicherheit davon beeinflußt.
Osterfeuer
Fotos: Raspo 2006

Tuesday, April 14, 2009

Hohe Brücke - Vitischanze Osnabrück


Brücke Vitischanze
Originally uploaded by Jens-Olaf
Der gegenwärtige Kenntnisstand sagt: Das ist die einzige Wehrbrücke in Deutschland und nur aus diesem Grunde erbaut.

Man muss es aber nicht gleich so sagen wie der NDR "Das weltweit einmalige Verteidigungsbauwerk, das den Osnabrückern lange Zeit Rätsel aufgab, ist sonst für Besucher geschlossen."
Reste von Hölzern, die zu den Stauwehranlagen an der Hase gehören. Die Stauwehr wurde durch die Kanonen der Hohen Brücke geschützt.

Auf der Webseite der Stadt Osnabrück finden sich diese Informationen:
Wahrscheinlich im 15. Jahrhundert stieg der Verteidigungswert der gesamten Anlage durch den Bau der Hohen Brücke. Ein Zierstein nennt als Baujahr 1564, doch die Entstehungsgeschichte legt nahe, dass sie wesentlich früher errichtet wurde. Ein Gang innerhalb der Brücke verband sie mit dem geschützten Raum innerhalb der Stadtmauern.


Arbeiten am Barenturm und Brücke 2005:

Karmann in der Blogosphäre

Die Reaktion auf den Insolvenzantrag von Karmann in Osnabrück ist in der Bloggerszene vor allem durch Wiedergabe von Pressemitteilungen geprägt. Schade, so ein traditionsreiches Unternehmen. Vereinzelt wird auf die Problematik der Zulieferer hingewiesen, reifenhandel.eu: Zulieferer in Schwierigkeiten

Niemand hat letztlich damit gerechnet, dass selbst so renommierte Zulieferer wie Karmann Konkurs anmelden müssen. Das 1901 gegründete Unternehmen kam erst nach dem Zweiten Weltkrieg so richtig in Schwung, als es auf der Frankfurter IAA 1955 das legendäre Ghia Coupé vorstellte. Karmann baute sehr erfolgreich Fahrzeuge und Dachsysteme, Karosserien und komplexe Systeme. Trotzdem scheint das Ende nun besiegelt.

So wie Karmann geht es vielen anderen Autozulieferern bzw. Auftragsfertigern. Sie stehen auf der Kippe oder sind schon im freien Fall. Das Sterben dieser Kategorie hat gerade erst begonnen, „und es wird mit Karmann nicht zu Ende sein“, sagt ein Vorstand eines großen Unternehmens.


Hm, niemand hatte gerechnet...

Hier eine andere Meinung dazu:
Nun markiert der Insolvenzantrag den Tiefpunkt einer stolzen Firmengeschichte, die aber in den letzten Jahren immer mehr Kratzer bekam. „Die Probleme von Karmann sind viel älter und werden seit Jahren verschleppt. Vorbei die Zeiten, in denen Karmann das Kultmodell Ghia und die Cabrios von VW und Daimler gebaut hat. Die großen Hersteller bauen ihre Cabrios schon seit Jahren selbst. Doch die Eigentümerfamilien haben das ignoriert. Die Autokrise ist nur der Stein, der das seit langem angeschlagene Unternehmen in die Tiefe zieht“, kommentiert Ann-Katrin Johannsmann von NDR Info

Pressemitteilung Webservice:
Die Probleme wurden verschleppt – ICC-Chef Uwe Röhrig: Karmann hat zu lange am alten Geschäftsmodell festgehalten

Ansonsten, was Positives:
Karmann tüftelt an Elektroauto

Sunday, April 12, 2009

Urgroßvater


Urgroßvater
Originally uploaded by Jens-Olaf
Das ist es also, einer von vieren. Vier Urgroßväter hat man. Wann war das?

Saturday, April 11, 2009

Fachwerk in der Neustadt


Fachwerk in der Neustadt
Originally uploaded by Jens-Olaf
Gibt es noch Fachwerk in der Neustadt Osnabrück? Ja, aber wo, verrate ich nicht. Es ist klein und Alter mir unbekannt.

Wednesday, April 08, 2009

Was bleibt?


Lange Jahre waren wir in Osnabrück, vor allem wegen Karmann. Als heute die Nachricht vom Insolvenzantrag im Internet auftauchte, war das ein trauriger Moment. Befürchtet hatte man das ja. Die Auftragslage war nicht gut, dann noch die Weltwirtschaftskrise. Was wird bleiben, die Erinnerung an den Karmann Ghia? Oder das Weiterbestehen eines Kernbestandteils der Firma?
Noch vor kurzem wurde das 100jährige Jubiläum gefeiert.
Der Ghia hat echte Anhänger bis nach Kalifornien. Dieser hier unten wurde wohl extra zum Treffen in Osnabrück eingeschifft. Aufnahme in G-M-Hütte vor einigen Jahren.

Liebe für das Detail:

Noch gibt es genug Oldtimer vom Karmann Ghia, der Name wird uns noch eine Weile begleiten.
Für mich war allerdings die Zeit der Zusammenarbeit mit dem koreanischen Autobauer KIA am spannendsten. Mitte der 90er wurde das erste koreanische Auto "made in Germany" hergestellt, der Sportage in Osnabrück. Meine Lieblingsschlagzeile aus dieser Zeit in AutoBild:

Osnabrück vor dem Bloggen


Crow Familie aus Kanada auf der Illoshöhe

In Osnabrück gab es einige Veranstaltungen, die vor Jahren reichlich für Themen zum Bloggen gesorgt hätten. Zum Beispiel das große internationale Katholikentreffen 2005, der Weltjugendtag. Dabei meine ich mehr die jungen Menschen, die vor allem aus verschiedenen Ländern zugereist waren: Irakische Christen aus Schweden, Katholiken aus Russland, Crows aus Kanada. Was für Gespräche und Interviews hätte man führen können. Auch später gab es Katholikentage. Einer der sogenannten Alphablogger Deutschlands hat sich aus diesem Anlass die Online-Berichterstattung der NOZ vorgenommen, exemplarisch das journalistische Ergebnis im Internet über diese Veranstaltung. Allerdings hat die Diskussion bereits vor einem Jahr stattgefunden.
Stefan Niggemeier hat die Debatte angestoßen, er stammt aus dem Osnabrücker Land und war Schüler des Carolinum.

neue-oz.de/katholikentag

Es geht um verpasste Chancen. Hier ein paar Fotos, nicht von 2008, sondern vom Weltjugendtag 2005:

Katholiken aus Litauen


Und aus Russland:


Ja, woanders kommt immer wieder dieses Thema Provinzstadt auf. Ist nun auch teilweise wahr. Aber ebenso gut sind deutsche Großstädte auch nicht immer Weltstädte. Mein Beispiel für Osnabrück waren oft die Briten. Es wurde kaum wahrgenommen, dass ständig Soldaten aus einem der bekanntesten Krisenherde in der Stadt waren. Soldaten aus Basra im Irak, oder schon während des 1. Golfkrieges. Da fuhren einige mit dem Panzer durch die Wüste und wenig später badete man zusammen im Nettebad. Alle starren ins Fernsehen, aber gesprochen mit den Soldaten vom Kriegsschauplatz, darauf ist man kaum gekommen. Lieber werden Agenturmeldungen, die alle haben, durchgenudelt.



Anmerkung: Einer der ersten regelmäßigen Blogger aus Osnabrück war ein chinesischer Student, der jetzt wieder in Wuhan lebt.

Monday, April 06, 2009

Haseuferweg

Da musste ich doch nochmal schnell schauen, ob das kein Aprilscherz ist. Nein, in der NOZ liest sich das ernst: Es gibt Geld für den Haseuferweg von der Neuen Mühle bis zum Neumarkt. Das Besondere, es wird eine Stahlkonstruktion über dem Wasser, wenn denn alle Anlieger mitmachen. Hier sind die ersten Meter an der Mühle. Auf dieser Seite lag früher einmal eine Bastion. Die Erhöhung links (nicht im Bild) scheint noch aus den Hinterlassenschaften zu stammen:
Mühle
Richtung Bahnhof, NOZ:
Als Nächstes wird die Lücke zwischen Heinrich-Heine-Straße/Alando und der Schlagvorder Straße geschlossen. Das war schon lange geplant und wird unabhängig vom Konjunkturpaket umgesetzt. 600000 Euro stehen für diese 215 Meter lange Sektion zur Verfügung. Die Vorarbeiten haben schon begonnen: Vor wenigen Wochen wurden etwa ein Dutzend Trauerweiden und Erlen, die der Trasse im Weg standen, gefällt. Sie werden später durch junge Bäume ersetzt. Wenn keine besonderen Probleme aufträten, könne der Weg Ende des Jahres freigegeben werden, meint Griesert.


Das Haseufer-Projekt bei "lebendigeHase"