Wednesday, March 19, 2008

Ein Foto (Belgien?)


WWII Germany
Originally uploaded by wendizzle
Dieses Foto ist aus dem Nachlass eines WWII- Veteranen in den USA. Die Enkelin "wendizzle", so ihr Name bei Flickr, hat die Photos eingescannt und veröffentlicht. Was die Vorzüge von Flickr sind, zeigen die Kommentare dazu. Seit zwei Jahren rätseln wir darüber, wo das Foto wohl aufgenommen wurde. Eine Eingrenzung der Wahrscheinlichkeiten hat bereits stattgefunden.

Sunday, March 02, 2008

Unterschätzt

Studenten publizieren. Und ich meine, oft unterschätzt. Zu viele Arbeiten bleiben ohne Resonanz. Ohne Zitate in weiteren Diskussionen. Wenn man bedenkt wieviel Arbeit in Abschlussarbeiten steckt und wie wenig davon genutzt wird. Ein Beispiel an der Fachhochschule Osnabrück. Diese Arbeit stellt viele Argumentationslinien in der gängigen Naturschutzdebatte in Frage. Das ist zehn Jahre her. Trotzdem immer noch aktuell:

Anmerkungen folgen noch.
Eine Anmerkung hier: Die Bedeutung der Kulturgeschichte. Ab wann hat der menschliche Eingriff die Oberhand? Keine leichte Antwort, siehe Korea.

Monday, February 18, 2008

Busan street art


Busan street art
Originally uploaded by Jens-Olaf
In Osnabrück häufig zu finden aber hier eher selten: street art. Graffiti in Busan, Korea

Wednesday, February 13, 2008

Croatia


Croatia
Originally uploaded by Jens-Olaf
Ich weiß nicht, was im Kosovo wirklich ausgehandelt wurde. Aber ein unabhängiges Kosovo im Frühjahr ohne zerschossene Häuser, das wäre mal ein positives Beispiel für Europa. Serben und Kosovo-Albaner. Beide Nationen leben auch in Osnabrück.

Osnabrück Wolken


Osnabrück Wolken
Originally uploaded by Jens-Olaf
Am Ziegenbrink, Sicht auf die Altstadt und den Piesberg, Osnabrück, Germany

Sunday, February 03, 2008

"Vorsich!"

Scotts in Osnabrück

Vorsicht
Originally uploaded by Jens-Olaf


Die British Army verlässt Osnabrück. Und damit auch solche sprachlichen Relikte wie hier beim Tag der Offenen Tür in der Winkelhausen-Kaserne. Ende 2008 wird vielleicht auch sie geräumt sein. Demnächst werde ich noch ein paar Erinnerungsfotos hinzufügen.

Politisch vielleicht nicht ganz korrekt. Aber Friedensstadt Osnabrück soll hier das gute Zusammenleben zwischen Briten und Osnabrückern unterstreichen. Hans-Jürgen Fip in seinen letzten Monaten als Oberbürgermeister auf der Rathaustreppe 2006. Für die Dekoration sorgten die anderen:
Fip und British Army
Die Engländer werden nicht nur als praktizierende Fußballer fehlen, sondern auch als Fans in der Altstadt, zum Beispiel während der Weltmeisterschaften. Hier in der Winkelhausen-Kaserne:
Winkelhausen
Mancher dieser Soldaten hat schon Bosnien oder den Irak gesehen:
Winkelhausen II
Einmal habe ich eine aufgedrehte Gruppe junger Briten in der Fußgängerzone getroffen. Was viele am Verhalten nicht deuten können: Sie kamen gerade aus Basra. Man braucht sie nur anzusprechen.

Thursday, January 24, 2008

Mühle Hase


Mühle Hase
Originally uploaded by Jens-Olaf
Nachtrag vom letzten Jahr, der Mühlenfund, die Mühlenrinne an der Hellingsmauer in Osnabrück aus dem Mittelalter.
Ich warte noch auf die archäologischen Berichte in den Jahrbüchern der Region.

Saturday, January 05, 2008

Lichtenberg - Steinwerke und Denkmalpflege

Was geschieht mit den Mittelalterbauten in Osnabrück? Der Besitzer des schiefsten Dachs und dem Steinwerk-Bau von 1300 im Gespräch mit Denkmalpfleger Bruno Switala. In der hand ein Lichtenberg-Bildband. Das Manolo in der Altstadt an der Hasestraße. Die Bausubstanz wurde fasst bewusst vernachlässigt, aber dank der Privatinitiative des jetzigen Besitzers gerettet.

Jürgensort Osnabrück


Große Straße Osnabrück
Originally uploaded by Jens-Olaf
Rund um den Kamp, Jürgensort und Große Straße hat es durch die Geschäftstätigkeit bereits um 1900 Eingriffe in die mittelalterliche Bausubstanz gegeben. Beim Thor'schen Durchbruch entstand ein Foto, aufgenommen von Lichtenberg jr 1926, das ein Steinwerk zeigt. Bis runter in die Neustadt sind diese Bauwerke jetzt verschwunden, aber weiter nördlich sind noch 35 mehr oder weniger gut erhaltene noch zu sehen. Bei den jüngsten Bauprojekten wurden in diesem Bereich jede Menge alter Fundamente freigelegt:

Strata Osnabrück

Friday, December 21, 2007

Letzte Grabung im Bickhof des Doms


Ein Blick auf die Ostseite des Doms vor diesem Grabungsabschnitt

Vergangene Woche wurde die jüngste Grabung am Dom der Öffentlichkeit vorgestellt. Nach dem riesigen Abfallschacht, der im letzten Jahr entdeckt wurde, dreht sich weiterhin alles um den Wirtschaftsteil der Domanlage /aus Bistum Osnabrück:

Grabungsleiterin Ellinor Fischer und ihr Team wollten eigentlich nur Fundamenten im heutigen Garten des Domorganisten nachspüren, die beim Verlegen eines Rohres im Sommer sichtbar geworden waren. In 1,50 Meter Tiefe stießen sie dabei auf ein gleichmäßig verlegtes Pflaster, das offenbar mit den mächtigen Kloaken in Verbindung steht, die sie bei den Grabungen vor Jahresfrist entdeckt hatten. Bei den weiteren Arbeiten stießen die Archäologen auf eine ovale Sickergrube, in die eine Regen- oder Abwasserleitung aus dem 15. oder 16 Jahrhundert mündet.

„Im Mittelalter gab es hier einen großen Wirtschaftshof, zu dem die Abfallgruben gehörten, und möglicherweise auch Stallanlagen“, deutet Ellinor Fischer ihre bisherigen Ergebnisse. Zudem könnte in unmittelbarer Nähe eine Küche gelegen haben, was die vielen Überreste von Nahrungsmitteln in den Kloaken erklären würde.


kaddelausos67 mit einer Aufnahme der jüngsten Funde.

Friday, December 14, 2007

Bierstraße 7 Steinwerk, Osnabrück


Bierstraße 7 Steinwerk
Originally uploaded by Jens-Olaf
Mit einer einfachen Digikamera aufgenommen hat es das kleine Bild des ältesten Steinwerks in Osnabrück schon weit gebracht. Eine Arbeit über Steinwerk und Kemenate an der Uni Tübingen hat es aufgegriffen. Aus dem einleitenden Text von Olaf Goldstein:


Dem entgegen steht bis zum heutigen Tag das grundsätzliche Problem, dass unter den Begriffen Steinwerk und Kemenate - vor allem in funktionaler Hinsicht - verschiedene Formen des Steinbaus subsumiert werden.[4] Der Grund hierfür dürfte vor allem darin zu suchen sein, dass sich alle bisherigen Definitionsversuche ausschließlich auf die Analyse der materiellen Hinterlassenschaften beschränken, wobei die baukontextuellen Bezüge und sozialen Bedingungen, in die dieser Bautyp eingebunden war und die ihn in einem hohen Maße determinierten, unberücksichtigt bleiben.[5] Diese Prämisse ist zugleich der Ausgangspunkt für das vorliegende Promotionsvorhaben: Durch die großräumige Berücksichtigung bisheriger Forschungsergebnisse soll in einem interdisziplinären Ansatz eine genauere Bestimmung dessen vorgenommen werden, was unter diesem Bautyp zu verstehen ist und wie man ihn gegenüber anderen Bauformen abgrenzen kann.


Ich bin mir da nicht sicher, inwieweit die neuesten Osnabrücker Kenntnisse der letzten Jahre verarbeitet sind. Denn hier stehen ja noch 35 zum Teil bestens erhaltene frühe Beispiele dieses Bautyps. Stattdessen spielt Minden in der erwähnten Promotionsarbeit eine große Rolle, nur in Minden sind nur wenige in Fundamentresten erhalten. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass die Osnabrücker Ausnahmesituation an bestehenden Steinwerken noch immer nicht bekannt ist. Oder leide ich an Lokalpatriotismus? Jedenfalls habe ich diesen Link bei Wikipedia zu den Steinwerken hinzugefügt. Und bei Wikipedia ist noch lange kein zufriedenstellendes Ergebnis zu sehen, nur Stückwerk zu diesem Thema.


Wieweit der Verbreitungsbereich der Steinwerke geht, zeigt meiner Meinung nach im Südwesten das maison romane in Rosheim von 1152 (etwas älter als Bierstraße 7), Elsaß, aus Wikipedia:


Gesammelte Informationen aus dem Internet zu Steinwerken und den Stadtkerngrabungen in Osnabrück im Forum bei Archäologie-Online: Stadtkerngrabungen Osnabrück.

Der Link funktioniert leider nicht mehr. Aber noch eine Anmerkung zum Alter des Steinwerks Bierstraße.
Der Münzfund 12.Jahrhundert ?
Das Steinwerk Bierstraße -bisher datiert um das Jahr 1220, ein städtischer Haustyp, der vor allem in Osnabrück verbreitet war. Im Umland Osnabrücks gibt es auch ländliche Varianten, die aber zum Teil andere Merkmale aufweisen. Wichtig ist auch dieser Münzfund in den mittelalterlichen Aushubgruben am Steinwerk: Es ist ein Münsteraner Silberpfennig, der laut Grabungsleiterin Carolin Prinzhorn aufgrund seiner Beschaffenheit und seines Alters und Fundortes ermöglicht, "das Steinwerk in der Bierstraße 7- etwas früher als bisher angenommen- in die Zeit um 1180 zu datieren." So die vorläufige Deutung.
Stand 2007

Tuesday, December 11, 2007

KIA wieder aus Osnabrück?

Das war 1994 Schlagzeile in einem Bericht von AutoBild

Keiner will was sagen, aber erinnert sei daran, dass es schon einmal ein KIA-Karmann Projekt gegeben hat Mitte der 90er.

A Kia spokesperson said that a decision to build the new model has yet to be reached. If Kia decides to produce the convertible, then the soft roof — as well as the entire car — might be manufactured externally, with Karmann being one of the contenders.

“We don’t want to endanger the negotiations by commenting on speculation,” said a Karmann spokesperson. The Karmann works council said the contract being discussed would involve the manufacture of an entire car, a contract that could secure jobs for many years. [Source: Autonews]


berichtet: kia-world

Jedenfalls drücken einige in den Kommentaren feste die Daumen.

Monday, December 10, 2007

Neustadt Rathaus Osnabrück


Neustadt Rathaus Osnabrück
Originally uploaded by Jens-Olaf
Links das Neustädter Rathaus vor der Restaurierung mit Schäden aus dem 2. Weltkrieg. Teile der Gebäudesubstanz stammen aus gotischer Zeit. Von der Substanz her wäre es damit älter als das 1512 neu-errichtete Altstädter Rathaus (Igel-Stadthistoriker) Im Hintergrund die Johanniskirche, Zentrum der Neustadt

Und nach der Restaurierung vor Jahren:
Neustädter Rathaus Osnabrück

Neustädter Rathaus Osnabrück

Thursday, December 06, 2007

Jihyun in Osnabrück


Jihyun II
Originally uploaded by Jens-Olaf
Vielleicht ist es für einige verwirrend, aber ich poste derzeit aus Korea. Trotzdem wird Osnabrück in diesem Blog ein Hauptthema bleiben. Hier ein schönes Beipiel, wie das geht. Jihyun aus unserer Familie auf dem Wochenmarkt am Dom. Samstag-Vormittag natürlich.

Saturday, December 01, 2007

Das rote Haus



Auf der Suche nach unbekannten Häusern der Altstadt Osnabrück fällt dieses rote Gebäude auf. Hinter dem Dominikanerkloster. Die linke Hauswand scheint eine Brandmauer zu sein, aber der Eigentümer, der gerade renovierte, hatte keine Ahnung davon. Wahrscheinlich ist es ein Haus, das aus mehreren Bauphasen besteht. Vielleicht mit Wurzeln im Mittelalter.

Tuesday, November 20, 2007

Steinwerke


Steinwerk Bissendorf
Originally uploaded by Jens-Olaf
Osnabrück und das Osnabrücker Land sind eine der wenigen Regionen, in denen es noch Steinwerke gibt. Eine Hausform, die im Mittelalter offensichtlich mehr verbreitet war als angenommen, aber vielerorts bereits verschwunden ist. Bald wird eine wissenschaftliche Arbeit in Osnabrück darüber erscheinen, die hoffentlich einen großen Einfluss auf unser Mittelalter-Bild haben wird. Als Konsequenz: Städte um 1300 hatten eine individuelleres Aussehen als angenommen und die Steinwerke spielen dabei eine wichtige Rolle.

Ich habe mal versucht das auf die Hasetraße zu übertragen. Angefangen vom Restaurant Manolo heutzutage bis Höhe Vitischanze:
Hasetraße um 1300
Was sind Steinwerke? Die Webseite der Stadt Osnabrück gibt Auskunft, hier.
Bei Archäologie-Online habe ich soviel wie möglich aus dem Internet zu diesem Thema zusammen getragen: Stadtkerngrabungen Osnabrück.
Bis zur nordöstlichsten Hansestadt der Geschichte reichen die Steinwerkbauten, hier eine Rekonstruktion des mittelalterlichen Tartu in Estland. Wer genau drauf achtet sieht den Steinbau innerhalb hölzerner Konstruktionen bevor die Backsteinbauten dominieren, hier. Eine Sequenz nach dem Eintritt mit Hilfe der 3D-Simulation durch die Stadttore, etwa in der Mitte des Videos.

In Abgrenzung zu den städtischen Steinwerken, stehen die ländlichen Formen im Osnabrücker Land, wie oben im Foto.
Carolin Prinzhorn hat dazu eine kurze Übersicht verfasst.

Wednesday, November 14, 2007

Bruno Switala - Osnabrück


Bruno Switala
Originally uploaded by Jens-Olaf
Ein Denkmalpfleger aus Aachen kennt die Besonderheiten Osnabrücks. Die historischen Singularitäten, etwas, das es woanders nicht gibt. Das ist nur aus der Perspektive des ehemaligen fast unabhängigen Hochstifts Osnabrück zu erklären. Eines der hunderten unabhängigen Teile des Alten Reiches. Und je tiefer man sich damit beschäftigt, desto mehr wird deutlich, welch große Rolle der regionale Zusammenhang spielte. Deutschland ist jung. Für die meiste Zeit war neben religiösen Festen, zum Teil mit Anwesenheit des Bischofs, die jährliche Bürgermeisterwahl der gesellschaftliche Höhepunkt. Grundlage war eine städtische Verfassung, die auf niederdeutsch festgehalten wurde. Und der Höhepunkt war nicht der Kaisergeburtstag oder die Sedanfeiern seit 1871.
Bruno Switala ist Chef der Denkmalpflege im ältesten Haus Osnabrücks, wahrscheinlich erbaut vor 1200, einer Zeit, wo es manche Osnabrücker vor allem ins Baltikum zog. Nicht wenige Westfalen ließen sich dort nieder, und Städte mit ihrer Selbstständigkeit waren noch eine neue Einrichtung.

Die letzten hundert Jahre haben die deutsche Geschichte in eine einzige Richtung getrieben, aber alle alten Dokumente zeigen, dass es eine andere Zeit davor gab.

Osnabrück und Wikipedia


Hans-Jürgen Fip
Originally uploaded by Jens-Olaf
Wer googelt findet mit dem Stichwort Osnabrück alles Mögliche, viel Kommerzielles, den VfL. Aber wie bei vielen Begriffen üblich: der Wikipedia-Artikel zu Osnabrück hat sich an die ersten Positionen der Internet-Suchergebnisse vorgearbeitet. Vieles ist erst im Aufbau, zum Beispiel der Beitrag zu Hans-Jürgen Fip, bei dem noch deutlich die politischen Frontlinien herauszulesen sind. Mich würde jedenfalls etwas genauer interessieren, was sein Anteil war an der Formulierung und Ausrichtung Osnabrücks zur "Friedensstadt".

Der Wikipedia-Artikel: Hans-Jürgen Fip

Hans-Jürgen Fip bei der Begrüßung und Auftaktveranstaltung der Hansetage in Osnabück 2006, auf der Rathaustreppe:

Saturday, November 03, 2007

Internetfund - Osnabrück

Die Gesellschaft für Technikgeschichte e.V. hatte eine Tagung im Frühsommer (die ich übersehen habe), und wieder hat Karsten Igel, der Osnabrücker Historiker, was ausgegraben:
Schon vor Wesel ließen 1345 die Wollweber in Osnabrück vom Rat der Stadt das Recht bestätigen, eine Qualitätskontrolle durchzuführen und Tuchplomben anzubringen. Aus der Tuchbeschau erzielte die Stadt Osnabrück unter anderem ihre Einnahmen. Osnabrücker Leinentuche wurden sogar aufgrund der Vergabe einer Leinenlegge und ihrer strengen Handhabung zum Markennamen. Heute aber ist die Verbindung der Stadt mit der Textilwirtschaft und als Markennamen kaum mehr bekannt. Einzig das schottische Dorf Osnaburg, in dem Osnabrücker Leinen gehandelt wurde, erinnert noch daran.

Und dann wendet man sich an Wikipedia, dort steht über Osnaburg:
It began to be woven in Scotland as an imitation from a German import of a coarse lint or tow-based linen cloth in the later 1730s. It quickly became the most important variety in East-Central Scotland.

Also, wer nicht weiss was Schottland mit Osnabrück verbindet, hier ist es. (Bitte nicht vergessen, dass genügend Schotten in Osnabrück stationiert sind, noch und schon mal als Söldner im 30 jährigen Krieg vor Ort waren).

Monday, October 29, 2007

Versteckte Winkel


Weil die Polizei dort residierte, ist die Klosteransicht eigentlich nicht für den öffentlichen Anblick vorgesehen. Iburg, die Klosterseite, bei Osnabrück: